Startseite
    DJ
    Fragmente
    BNCDR
    Phobien
    Ekros Bibelstunden
    Geistiges Erbrechen
    Wunder der Magie
    Nutzloses Wissen
    Wahrheiten
    Netztrauma
    Testsektion
    Zitate
    Videos
   
  Links
 
  Haftungshinweis















www.ekros.de


Kostenloser Counter


https://myblog.de/ekros

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ekros Bibelstunden

Ekros Bibelstunde Nr. 36


Die Herrlichkeit Gottes über den Cherubim

Und ich sah neben den Kerubim vier Räder, ein Rad neben jedem Kerub. Die Räder waren wie glitzernder Chrysolith.


- Bibel - Einheitsübersetzung, Hesekiel, Kapitel 10, Vers 9


Ich sah auch vier Räder, neben jedem Kerub eines. Sie waren alle gleich groß und funkelten wie Edelsteine.

- Bibel - Gute Nachricht, Hesekiel, Kapitel 10, Vers 9


Und ich sah, und siehe, vier Räder standen bei den Cherubim, bei jedem Cherub ein Rad, und die Räder sahen aus wie ein Türkis,

- Lutherbibel 1984, Hesekiel, Kapitel 10, Vers 9


In Ordnung, zunächst sind die verschiedenen Bibelübersetzungen sich darüber einig, sich uneinig zu sein, zumindest was das Aussehen der Räder angeht. Dafür sind sich aber allesamt einig dass es sich um vier Räder handelt. Bleibt die Frage was es mit diesen mysteriösen, das Aussehen ändernden Rädern auf sich hat.


und alle vier sahen eins wie das andere aus; es war, als wäre ein Rad im andern. Wenn sie gehen sollten, so konnten sie nach allen ihren vier Seiten gehen; sie brauchten sich im Gehen nicht umzuwenden; sondern wohin das erste ging, da gingen die andern nach, ohne sich im Gehen umzuwenden. Und ihr ganzer Leib, Rücken, Hände und Flügel und die Räder waren voller Augen um und um bei allen vieren. Und die Räder wurden vor meinen Ohren «das Räderwerk» genannt.

- Lutherbibel 1984, Hesekiel, Kapitel 10, Vers 10-13


Gibt es tatsächlich Jemanden der aus dieser Beschreibung irgendwie schlau wird? Andere Bibelübersetzungen entscheiden sich in der Beschreibung deutlich von dieser, dennoch ist diese noch die am ehesten nachzuvollziehende. Auch wenn das schwer zu glauben ist. In anderen Übersetzungen wird das Räderwerk auch der Wirbel oder sogar Galgal genannt, was es auch nicht wirklich klarer macht.

Andererseits finde ich die Idee von Engeln mit Rädern wirklich klasse, ich habe mich schon immer gefragt warum Gott keine Lebewesen mit Rädern erschaffen hat, dass wäre mal wahre Innovation gewesen. Allerdings hat leider nicht jeder Engel mehrere Räder, sondern jeder neu eines. Daher denke ich das ganze Gebilde ist eine Art Engelspanzer. Jeweils ein Cherubin guckt in jede Richtung und das ganze Ungetüm fährt durch die Gegend, während die Engel mit Feuer um sich werfen und die Ungläubigen massakrieren, ohne sich dabei auch nur umdrehen zu müssen. Gottes Kampfpanzer.


Wenn die Cherubim gingen, so gingen auch die Räder mit, und wenn die Cherubim ihre Flügel schwangen, daß sie sich von der Erde erhoben, so wandten sich auch die Räder nicht von ihrer Seite weg. Wenn jene standen, so standen diese auch; erhoben sie sich, so erhoben sich diese auch; denn es war der Geist der Gestalten in ihnen.

- Lutherbibel 1984, Hesekiel, Kapitel 10, Vers 16-17


Ein flugfähiger Kampfpanzer mit vier Hauptgeschützen und wahrscheinlich sogar guten Nahkampfqualitäten, die Cherubin sind ja für ihre Schwerter wohlbekannt. Wäre das nicht ein perfekter Bossgegner für WOW oder ähnliche Spiele? Vielleicht muss man zuerst die Räder zerstören um den Panzer bewegungsunfähig zu machen und dann kann man sich um die Engelsgeschütze kümmern.

Vielleicht sind die Räder aber auch untrennbar mit den Cherubin verbunden, denn wie heißt es so schön (frei übersetzt nach Monty Python): Wo sind die Räder? Sie sind immer dahin gegangen, wo auch die Cherubin hingegangen sind, die Räder...


Und die Moral von der Geschicht,
ohne Räder fährt der Panzer nicht.


current mood

10.10.07 18:11


Ekros Bibelstunde Nr. 35


Reich Israel: Ahasja und der Prophet Elia

Es fielen aber die Moabiter ab von Israel, als Ahab tot war. Und Ahasja fiel durch das Gitter in seinem Obergemach in Samaria und wurde krank. Und er sandte Boten und sprach zu ihnen: Geht hin und befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde. Aber der Engel des HERRN redete mit Elia, dem Tischbiter: Auf und geh den Boten des Königs von Samaria entgegen und sprich zu ihnen: Ist denn nun kein Gott in Israel, daß ihr hingeht, zu befragen Baal-Sebub, den Gott von Ekron? Darum spricht der HERR: Du sollst nicht mehr von dem Bett herunterkommen, auf das du dich gelegt hast, sondern sollst des Todes sterben. Und Elia ging.


- Lutherbibel 1984, 2. Buch der Könige, Kapitel 1, Vers 1-4


Ist es nicht normal, das ein Todkranker eine zweite Meinung einholt? Aber nichts fürchtet Gott mehr als die Konkurrenz. Erscheint mir fast wie ein Beweis für die Existenz anderer Götter, sich so faschistisch und götterfeindlich aufzuführen.

Als Ahasja die Worte Gottes vernahm, die Elia gesprochen hatte, suchte er natürlich das Gespräch mit Elia, dem aktuellen Lautsprecher Gottes. Vielleicht lies sich das Unglück ja noch abwenden und vielleicht würde Gott ausnahmsweise mal gnädig sein. Scheinbar kennt er Gott nicht allzu gut.


Und der König sandte zu Elia einen Hauptmann über fünfzig samt seinen fünfzig Mann. Und als der zu ihm hinaufkam, siehe, da saß er oben auf dem Berge. Er aber sprach zu ihm: Du Mann Gottes, der König sagt: Du sollst herabkommen! Elia antwortete dem Hauptmann über fünfzig: Bin ich ein Mann Gottes, so falle Feuer vom Himmel und fresse dich und deine fünfzig Mann. Da fiel Feuer vom Himmel und fraß ihn und seine fünfzig Mann. Und der König sandte wiederum einen andern Hauptmann über fünfzig zu ihm samt seinen fünfzig Mann. Der kam zu ihm hinauf und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, so spricht der König: Komm eilends herab! Elia antwortete: Bin ich ein Mann Gottes, so falle Feuer vom Himmel und fresse dich und deine fünfzig Mann. Da fiel das Feuer Gottes vom Himmel und fraß ihn und seine fünfzig Mann.

- Lutherbibel 1984, 2. Buch der Könige, Kapitel 1, Vers 9-12


Ja, es muss toll sein Prophet zu sein. Als Gottesprophet der 70. Stufe kann man jederzeit einen großen Feuerregen auf Alles und Jeden hernieder regnen lassen der einem nicht passt. Einfach so, er musste nicht einmal dafür aufstehen. Wäre ich doch Prophet geworden. Vielleicht werde ich das ja noch.

Die dritte Mannschaft, wieder ein Hauptmann über 50 (ich glaube damit ist der Level des Hauptmanns gemeint, nicht sein Alter) mit 50 Männern, stellt sich deutlich klüger an als seine Vorgänger. Der Level 50+ Hauptmann sinkt vor dem Propheten auf die Knie, winselt um sein Leben und fleht ihn an, doch mit zum kranken König zu kommen. Gott ist damit einverstanden und Elia begleitet die Soldaten und mit dem König zu sprechen.


Und er sprach zu ihm: So spricht der HERR: Weil du Boten hingesandt hast und hast befragen lassen Baal-Sebub, den Gott von Ekron, als wäre kein Gott in Israel, dessen Wort man erfragen könnte, so sollst du von dem Bett nicht mehr herunterkommen, auf das du dich gelegt hast, sondern sollst des Todes sterben. So starb Ahasja nach dem Wort des HERRN, das Elia geredet hatte. Und Joram wurde König an seiner Statt im zweiten Jahr Jorams, des Sohnes Joschafats, des Königs von Juda; denn Ahasja hatte keinen Sohn.

- Lutherbibel 1984, 2. Buch der Könige, Kapitel 1, Vers 16-17


Was hat er denn auch erwartet? Das Gott gnädig ist? In welcher Welt lebt er denn, Gott ist böse, eifersüchtig bis zum geht nicht mehr und bringt schlichtweg viel zu gerne Menschen um, als das er jetzt nachgeben könnte. Er hat einen Ruf zu verlieren, er ist der Gott des Zorns und nicht der „nette Gott von nebenan“. Die anderen Götter könnten den Respekt vor ihm verlieren und über ihn lachen.


Und die Moral von der Geschicht,
Vergebung gibt es einfach nicht.


current mood

28.9.07 18:24


Ekros Bibelstunde Nr. 34


Ankündigung von Segen und Fluch

Wenn du nun der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen wirst, daß du hältst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HERR, dein Gott, zum höchsten über alle Völker auf Erden machen, und weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam gewesen bist, werden über dich kommen und dir zuteil werden alle diese Segnungen:
Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet wirst du sein auf dem Acker. Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, der Ertrag deines Ackers und die Jungtiere deines Viehs, deiner Rinder und deiner Schafe. Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog. Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang und gesegnet bei deinem Ausgang.


- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 28, Vers 1-6


Segen über Segen. Aber das ist längst nicht Alles. Er verspricht Denen die immer brav, gehorsam und geistlos seinen Befehlen folgen noch eine Menge mehr. Denn absoluter Gehorsam, ohne auch nur den Versuch über seine Taten nachzudenken, das ist Gottes Wille.

Weiterhin verspricht Gott hauptsächlich viel zu Essen, Heiligung und Macht über andere Völker, auf das diese panisch vor den Gesegneten fliehen. Ja, Gott kann sehr großzügig sein, oder zumindest eine Menge Großzügigkeit versprechen, wenn man schön gehorsam ist und genau tut was Gott sagt.


Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des HERRN, deines Gottes, und wirst nicht halten und tun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen: a

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 28, Vers 15


Aber er kann natürlich auch anders, wenn auch nur die kleinste Abweichung von seinen Geboten passiert, wird er schnell wieder zum allseits bekannten und beliebten Gott des Zorns. Sicher, Gott hat schon eine Menge gedroht, im Grunde ist das Meiste was er von sich gibt eine Drohung. Aber niemals hat er so viel und schön gedroht und geflucht wie hier.

Die gesamte Verfluchung erstreckt sich über ein ganzes Kapitel, Gott wird nicht müde Fluch um Fluch auf die Ungehorsamen zu entladen und wiederholt sich wie üblich immer und immer wieder dabei. Daher werde ich seine Drohungen nur auszugsweise wiedergeben.


Verflucht wirst du sein in der Stadt, verflucht wirst du sein auf dem Acker. Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog. Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, der Ertrag deines Ackers, das Jungvieh deiner Rinder und Schafe. Verflucht wirst du sein bei deinem Eingang und verflucht bei deinem Ausgang.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 28, Vers 16-19


Seltsam, fast als hätte man das Ganze schon einmal gehört. Also Gott, da hast Du es Dir aber verflucht einfach gemacht, kreativ ist das nun wirklich nicht. Hast Du die „Suche und Ersetzen Funktion“ entdeckt? Tolle Sache, einfach immer „Gesegnet“ durch „Verflucht“ ersetzen.

Aber das ist ja natürlich längst nicht Alles, diesmal geht der Gott des Zorns wirklich in die Vollen:


Der HERR wird unter dich senden Unfrieden, Unruhe und Unglück in allem, was du unternimmst, bis du vertilgt bist und bald untergegangen bist um deines bösen Treibens willen, weil du mich verlassen hast. Der HERR wird dir die Pest anhängen, bis er dich vertilgt hat in dem Lande, in das du kommst, es einzunehmen. Der HERR wird dich schlagen mit Auszehrung, Entzündung und hitzigem Fieber, Getreidebrand und Dürre; die werden dich verfolgen, bis du umkommst.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 28, Vers 20-22


Für den Anfang also erst einmal Unfrieden, Unglück, Pest, Auszehrung, Fieber und eine schöne Dürre. Bis zum Tod. Im Grunde genommen recht harmlos für den Herrn der Plagen, aber er hat ja auch gerade erst begonnen.


Der Himmel, der über deinem Haupt ist, wird ehern werden und die Erde unter dir eisern. Statt des Regens für dein Land wird der HERR Staub und Asche vom Himmel auf dich geben, bis du vertilgt bist. Der HERR wird dich vor deinen Feinden schlagen. Auf einem Weg wirst du wider sie ausziehen, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen und wirst zum Entsetzen werden für alle Reiche auf Erden. Deine Leichname werden zum Fraß werden allen Vögeln des Himmels und allen Tieren des Landes, und niemand wird sie verscheuchen.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 28, Vers 23-26


Eine langsame, aber stetige Steigerung, auch Gott weiß das ein gewisser Spannungsbogen wichtig ist um möglichst viel Angst und Schrecken unter seinen Schäfchen zu sähen. Am Schlimmsten dürfte bisher wahrscheinlich sein das niemand die Tiere verscheucht, die nicht Müde werden die Leichnahme der Ungehorsamen zu fressen.


Der HERR wird dich schlagen mit ägyptischem Geschwür, mit Pocken, mit Grind und Krätze, daß du nicht geheilt werden kannst. Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Verwirrung des Geistes. Und du wirst tappen am Mittag, wie ein Blinder tappt im Dunkeln, und wirst auf deinem Wege kein Glück haben und wirst Gewalt und Unrecht leiden müssen dein Leben lang, und niemand wird dir helfen.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 28, Vers 27-29


Unheilbare Krankheiten, Wahnsinn, Blindheit und Verwirrung des Geistes. Hinzu eine Prise Unglück, Gewalt und Unrecht. Alles natürlich ein Leben lang und ohne das Jemand hilft. Wer sollte auch helfen. Gott vielleicht?


Deine Söhne und deine Töchter werden einem andern Volk gegeben werden, daß deine Augen zusehen müssen und täglich vor Verlangen nach ihnen vergehen, und in deinen Händen wird keine Kraft sein. Den Ertrag deines Ackers und alle deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst, und du wirst geplagt und geschunden werden dein Leben lang und wirst wahnsinnig werden bei dem, was deine Augen sehen müssen.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 28, Vers 32-34


Gott, hast Du vielleicht nicht aufgepasst, bei Deinen eigenen Flüchen und Drohungen? Wenn Du willst das die Gestraften zusehen wie ihre Kinder geraubt werden und sie wahnsinnig werden aufgrund dessen was sie sehen, hättest Du sie vielleicht vorher nicht mit Blindheit schlagen sollen. Also Gott, merke: Bedenke die Reihenfolge Deiner Flüche.


Der HERR wird dich schlagen mit bösen Geschwüren an den Knien und Waden, daß du nicht geheilt werden kannst, von den Fußsohlen bis zum Scheitel. Der HERR wird dich und deinen König, den du über dich gesetzt hast, unter ein Volk treiben, das du nicht kennst noch deine Väter, und du wirst dort andern Göttern dienen: Holz und Steinen. Und du wirst zum Entsetzen, zum Sprichwort und zum Spott werden unter allen Völkern, zu denen der HERR dich treibt.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 28, Vers 35-37


Sie werden anderen Göttern dienen? Bisher war doch Gott derjenige der so Etwas nicht geduldet und stets schwer bestraft hat. Und jetzt verfluchst er sie dazu anderen Göttern zu dienen, und zwar Holz und Steinen? Ganz ehrlich, Holz und Steine wären mir als Gott allemal lieber als der Gott des Zorns. Ich denke vor diesen Göttern haben sie nicht so viel zu Fürchten. Aber Gott läuft ja gerade erst warm:.


Du wirst die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, essen in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrängen wird. Ein Mann unter euch, der zuvor verwöhnt und in Üppigkeit gelebt hat, wird seinem Bruder und der Frau in seinen Armen und dem Sohn, der noch übrig ist von seinen Söhnen, nichts gönnen von dem Fleisch seiner Söhne, das er ißt, weil ihm nichts übriggeblieben ist von allem Gut in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrängen wird in allen deinen Städten. Eine Frau unter euch, die zuvor so verwöhnt und in Üppigkeit gelebt hat, daß sie nicht einmal versucht hat, ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen, vor Verwöhnung und Wohlleben, die wird dem Mann in ihren Armen und ihrem Sohn und ihrer Tochter nicht gönnen die Nachgeburt, die von ihr ausgegangen ist, und ihr Kind, das sie geboren hat; denn sie wird beides vor Mangel an allem heimlich essen in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrängen wird in deinen Städten.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 28, Vers 53-57


Ganz ehrlich Gott, Du bist ernsthaft krank. Du solltest Dir wirklich helfen lassen. Flüche und Drohungen sind ja Gut und Schön, aber langsam übertreibst Du es. Würde irgendein Mensch solche Flüche in der Öffentlichkeit von sich geben, würde man ihn wegsperren und solange mit Drogen und Beruhigungsmitteln zupumpen bis er Niemandem mehr auf die Nerven geht.


Und der HERR wird dich mit Schiffen wieder nach Ägypten führen, auf dem Wege, von dem ich dir gesagt habe: Du sollst ihn nicht mehr sehen. Und ihr werdet dort euren Feinden als Knechte und Mägde verkauft werden, aber es wird kein Käufer dasein.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 28, Vers 68


Mit welchen Schiffen Gott? Mit Deinen eigenen? Kapitän Gott segelt also mit seinen ungehorsamen Volk nach Ägypten und versucht das undankbare Pack als Knechte und Mägde zu verkaufen. Und keiner will sie haben.

Oh verdammt, das ist ja eine schlimme Strafe. Die schlimmste die Du je erdacht hast. Abgesehen vielleicht von den Häusern die voller Eulen sein werden.


Und die Moral von der Geschicht,
Deine Flüche fürcht ich nicht.


current mood

26.9.07 17:58


Ekros Bibelstunde Nr. 33


Saul wird verworfen

Samuel sprach zu Saul: Der HERR hat mich gesandt, daß ich dich zum König salben sollte über sein Volk Israel; so höre nun auf die Worte des HERRN! So spricht der HERR Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel angetan und wie es ihm den Weg verlegt hat, als Israel aus Ägypten zog. So zieh nun hin und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.


Lutherbibel 1984, 1. Buch Samuel, Kapitel 15, Vers 1-3


Also, der gute Saul wird, in Gottes Auftrag, zum König gesalbt und bekommt gleich die Chance seine Liebe zu Gott mit einem schönen Völkermord zu beweisen. Gott hat nämlich noch eine Rechnung mit den Amalekitern offen, für etwas das mehr als zweihundert Jahren zurücklag, als Gott sein Volk nötigte Ägypten zu verlassen.

Und Gott vergibt niemals. Sein Wille geschehe und darum sollen Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel sterben. So ist er eben, verärgere niemals den Gott des Zorns.


Da schlug Saul die Amalekiter von Hawila bis nach Schur, das vor Ägypten liegt, und nahm Agag, den König von Amalek, lebendig gefangen, und an allem Volk vollstreckte er den Bann mit der Schärfe des Schwerts. Aber Saul und das Volk verschonten Agag und die besten Schafe und Rinder und das Mastvieh und die Lämmer und alles, was von Wert war, und sie wollten den Bann daran nicht vollstrecken; was aber nichts taugte und gering war, daran vollstreckten sie den Bann.

Lutherbibel 1984, 1. Buch Samuel, Kapitel 15, Vers 7-9


Man möchte denken, Gott wäre zufrieden mit der vorbildhaften Ausführung des Genozids. Weit gefehlt. Gottes Anweisungen dulden keinerlei Auslegungsspielraum. Man hat exakt das zu tun was Gott sagt, oder riskiert seinen Zorn auf sich zu ziehen. Und ganz offensichtlich hat Saul auf ganzer Linie versagt.


Da geschah des HERRN Wort zu Samuel: Es reut mich, daß ich Saul zum König gemacht habe; denn er hat sich von mir abgewandt und meine Befehle nicht erfüllt. Darüber wurde Samuel zornig und schrie zu dem HERRN die ganze Nacht.

Lutherbibel 1984, 1. Buch Samuel, Kapitel 15, Vers 10-11


Da haben wir es. Gott bereut eine seiner Entscheidungen, da muss man erst mal schlucken. Nicht das er die Sinflut, seine Plagen, seine Strafen oder seinen grenzenlosen Jähzorn den er in der Vergangenheit immer wieder bewiesen hat, bereut.

Nein, er bereut seine Entscheidung, Saul zum König zu machen, da dieser scheinbar nicht versteht was Gott unter einem sauberen Völkermord versteht. Und das macht auch Samuel echt zornig.


Als nun Samuel zu Saul kam, sprach Saul zu ihm: Gesegnet seist du vom HERRN! Ich habe des HERRN Wort erfüllt. Samuel antwortete: Und was ist das für ein Blöken von Schafen, das zu meinen Ohren kommt, und ein Brüllen von Rindern, das ich höre? Saul sprach: Von den Amalekitern hat man sie gebracht; denn das Volk verschonte die besten Schafe und Rinder, um sie zu opfern dem HERRN, deinem Gott; an dem andern haben wir den Bann vollstreckt.

Lutherbibel 1984, 1. Buch Samuel, Kapitel 15, Vers 13-15


Prima, das hört sich doch wirklich vernünftig an. Er hat die besten Schafe und Rinder verschonen lassen um sie Gott zu opfern. Saul denkt mit, das sollte Gott doch eigentlich gefallen. Jeder weiß doch wie stark Gottes Verlangen nach dem lieblichen Geruch von verbranntem Fleisch ist.

Also, Friede, Freude, Eierkuchen? Samuel, Gottes Lautsprecher sieht das anders:


Samuel aber sprach: Meinst du, daß der HERR Gefallen habe am Brandopfer und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern. Denn Ungehorsam ist Sünde wie Zauberei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, daß du nicht mehr König seist.

Lutherbibel 1984, 1. Buch Samuel, Kapitel 15, Vers 22-23


Keine Gnade für Saul. Du hast versagt Saul, Gehorsam ist immer wichtiger als die Vernunft. Hättest Du doch das unschuldige Vieh einfach abgeschlachtet anstatt es einer vernünftigen Bestimmung zuführen zu wollen. Wie zum Beispiel es Deinem Gott zu opfern. Das war wirklich dumm Saul. Und darum bist Du bald kein König mehr.

Denn Deine Gehorsamverweigerung ist genauso schlimm wie Zauberei und Götzendienst an anderen Göttern. Tja, Saul, ziemlich verschissen würde ich sagen. Und weder seine wiederholte Reue, noch das Samuel den gefangenen König Agag mit dem Schwert in Stücke schlug, konnten daran noch etwas ändern.

Aber Kopf hoch Saul, Du magst den Königstitel von Israel verlieren, der Part wird bald von David übernommen, aber immerhin lebst Du noch, Gott hat Dich verschont und er hat Andere schon für sehr viel harmloseres Versagen umbringen lassen.

Andererseits, Gott vergisst nie und er hält in der Zukunft für Saul noch schöne Strafen bereit. Aber das ist eine andere Geschichte.


Und die Moral von der Geschicht,
Gott verzeiht Versagen nicht.


current mood

26.9.07 18:04


Ekros Bibelstunde Nr. 32


Die zehn Gebote

Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.


- Lutherbibel 1984, 2. Buch Moses, Kapitel 20, Vers 2-6


Jeder, oder zumindest Viele, vielleicht auch nur Einige, kennen das erste der zehn Gebote. Da es das Erste ist, muss es ja zwangsläufig auch das Wichtigste sein. Und was könnte wichtiger sein als erst einmal jegliche Konkurrenz ausschalten, die Gottes Status als „einzigen Gott“ gefährlich werden könnten.

Nun gut, das hat nicht wirklich geklappt, wie man im weiteren Verlauf der Bibel lesen kann, denn immer und immer wieder laufen Gott seine Schäfchen fort um lieber einem anderen Hirten zu dienen. Verständlich bei dem was Gott mit seinem Gläubigen macht.

Ob der Gott des Zorns mal darüber nachgedacht hat, das Konkurrenz das Geschäft belebt? Wahrscheinlich nicht, denn gegen andere Götter ständen seine Chancen wahrscheinlich sehr schlecht. Oder kennt irgendwer einen anderen Gott, der auch nur annährend so viele Gräueltaten begangen hat?

Kein Wunder das ihm seine Anhänger dauernd weglaufen um anderen Göttern zu huldigen oder sich lieber selbst ein Kalb aus Gold machen um es anzubeten. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich auch das Kalb nehmen, es ist durchweg sympathischer.

Was ins Auge sticht ist (mal wieder) eine von Gottes Drohungen, die sich nicht nur gegen den Sünder (Fremdbeter) selbst, sondern auch gegen seine Nachkommen in der dritten und vierten Generation richtet. Kinder haften für ihre Eltern. Und Großeltern. Und Urgroßeltern. Und Ururgroßeltern.

Das Gott sich tatsächlich im nächsten Satz (mal wieder) mit Barmherzigkeit brüstet ist eigentlich ein Hohn, aber so ist er eben. Faszinierend an seiner generationenübergreifenden Rache ist, das er später etwas vollkommen anderes sagt:


Das Recht der Schwachen und Armen

Die Väter sollen nicht für die Kinder noch die Kinder für die Väter sterben, sondern ein jeder soll für seine Sünde sterben.


- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 24, Vers 16


Aber Gott, das hört sich ja fast (aber auch nur fast) fair an. Was ist denn los mit Dir, Gott des Zorns, wirst Du langsam weich?

Nein, nicht wirklich. Gott beweist im weiteren Verlauf der Bibel noch unzählige Male seine Bösartigkeit und vollstreckt seine Rache an Kindern und Kindeskindern von Sündern oder auch nur von Andersdenkenden.

Wahrscheinlich wollte er sich nur mal wieder selbst widersprechen, als hätte er das nicht schon oft genug getan.


Und die Moral von der Geschicht,
Verdammt Gott, widersprech Dir nicht.


current mood

24.9.07 17:10


Ekros Bibelstunde Nr. 31


Reinhaltung des Kriegslagers

Und du sollst draußen vor dem Lager einen Platz haben, wohin du zur Notdurft hinausgehst. Und du sollst eine Schaufel haben, und wenn du dich draußen setzen willst, sollst du damit graben; und wenn du gesessen hast, sollst du zuscharren, was von dir gegangen ist.


- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 23, Vers 13-14


Dieser Passus ist inoffiziell auch unter den Namen "Gottes heilige Kloordnung" oder "Gottes Klogebot" bekannt. Und er ist enorm wichtig. Manche mögen sagen: „Aber das gebietet doch der gesunde Menschenverstand". Weit gefehlt. Ersten gibt es so Etwas wie gesunden Menschenverstand überhaupt nicht, außerdem will Gott gar nicht das wir denken, sondern Befehle befolgen:


Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt nichts dazutun und nichts davontun.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 13, Vers 1


Wir sollen ausschließlich tun was Gott uns gebietet, nichts davon weglassen und vor Allem nicht die kleinste Kleinigkeit tun, die er nicht geboten hat. Daher ist es zwingend erforderlich, das auch Klobesuche detaillierten Anweisungen unterliegen.

Man stelle sich vor ein Jeder würde seine Notdurft einfach mitten im Lager erledigen. Das wäre sicher alles Andere als gottgefällig. Und eine riesige Schweinerei obendrein.

Der Kloordnung voraus geht weiterhin eine Beschreibung wie zu verfahren ist, wenn sich jemand Nachts anscheißt. Es muss eben alles geregelt sein.


Wenn du ausziehst gegen deine Feinde und ein Lager aufschlägst, so hüte dich vor allem Bösen. Wenn jemand unter dir ist, der nicht rein ist, weil ihm des Nachts etwas widerfahren ist, der soll hinaus vor das Lager gehen und nicht wieder hineinkommen, bis er vor dem Abend sich mit Wasser gewaschen hat; und wenn die Sonne untergegangen ist, soll er wieder ins Lager gehen.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 23, Vers 10-12


Da fragt man sich ja ob das damals wirklich so häufig passiert ist, das Gesetze dafür benötigt wurden. Nun, ganz offensichtlich schon. Des weiteren erfährt man an dieser Stelle das es etwas "Böses" ist, sich in die Hose zu machen.

Aber immerhin wird diese Sünde nicht gleich mit dem Tod bestraft, wie viele andere Kleinigkeiten derer man schuldig werden kann, sondern nur mit temporärer Verbannung und einem erzwungenen Waschvorgang.


Und die Moral von der Geschicht,
scheiß in Gottes Lager nicht.


current mood

24.9.07 18:29


Ekros Bibelstunde Nr. 30


Mose erhält Beistand. Das murrende Volk wird gestraft (Teil II)

Und zum Volk sollst du sagen: Heiligt euch für morgen, so sollt ihr Fleisch zu essen haben; denn euer Weinen ist vor die Ohren des HERRN gekommen, die ihr sprecht: «Wer gibt uns Fleisch zu essen? Denn es ging uns gut in Ägypten.» Darum wird euch der HERR Fleisch zu essen geben, nicht nur einen Tag, nicht zwei, nicht fünf, nicht zehn, nicht zwanzig Tage lang, sondern einen Monat lang, bis ihr's nicht mehr riechen könnt und es euch zum Ekel wird, weil ihr den HERRN verworfen habt, der unter euch ist, und weil ihr vor ihm geweint und gesagt habt: Warum sind wir aus Ägypten gegangen?


- Lutherbibel 1984, 4. Buch Moses, Kapitel 11, Vers 18-20


Es geht mal wieder um die Geschichte als Gott die Israeliten nötigte Ägyptenland zu verlassen. Wo es ihnen sehr gut ging und wo sie eigentlich bleiben wollten. Aber Gott hatte andere Pläne. Er trieb sie lieber jahrelang durch die Wüste und ließ seiner Wut freien Lauf, wenn er auch nur das geringste Murren unter ihnen hörte.

Und sie murrten oft. Warum sie nicht in Ägyptenland geblieben sind, warum sie durch die Wüste irren müssen, warum sie keine goldenen Kälber anbeten dürfen, warum sie nur Manna zu essen bekommen oder sogar hungern. Und jedes Mal erzürnt Gott und statuiert Exempel an ihnen. Was allerdings nicht dazu führt das sie nicht mehr murren.

Aber letztlich hat Gott doch ein Einsehen. Er versteht das die Israeliten nicht immer nur Manna, sondern auch mal anständiges Fleisch essen wollen. Wer sollte es auch besser verstehen, wo Gott doch eindeutig Fleischfresser ist der den süßlichen Geruch seiner Brandopfer sehr schätzt. Er verspricht sogar das sie solange Fleisch zu Essen bekommen, bis sie sich davor ekeln, quasi als Strafe für ihr Murren. Und diesmal hält Gott sein Wort:


Da erhob sich ein Wind, vom HERRN gesandt, und ließ Wachteln kommen vom Meer und ließ sie auf das Lager fallen, eine Tagereise weit rings um das Lager, zwei Ellen hoch auf der Erde. Da machte sich das Volk auf und sammelte Wachteln diesen ganzen Tag und die ganze Nacht und den andern ganzen Tag; und wer am wenigsten sammelte, der sammelte hundert Scheffel. Und sie breiteten sie rings um das Lager aus, um sie zu dörren. Als aber das Fleisch noch zwischen ihren Zähnen war und ehe es ganz aufgebraucht war, da entbrannte der Zorn des HERRN gegen das Volk, und er schlug sie mit einer sehr großen Plage.

- Lutherbibel 1984, 4. Buch Moses, Kapitel 11, Vers 31-33


Erst einmal bin ich nicht sicher ob ich wirklich Vögel essen würde, die in solchen Massen vom Himmel fallen das sie 2 Ellen, fast einen Meter, hoch auf der Erde liegen. Da läge der Verdacht einer Krankheit oder Seuche doch recht nahe. Aber da Gott Fleisch versprochen hatte war es wohl in Ordnung, Gott würde sein eigenes Volk ja nicht vergiften. Aber sicher wäre ich da wohl auch nicht.

Sie sammeln die Wachteln, dörren und verspeisen sie. Und schon wütet der Gott des Zorns wieder unter seinen Schäfchen. Aber warum nur? Was haben die Menschen denn nun wieder getan? Das Fleisch gegessen das Gott ihnen schenkte? Strafte er sie weil sie nicht brav aufgegessen haben? Gibt es neuerdings auch Gebote die besagen das Wachteln dörren eine Sünde ist? Waren die Wachteln nur wieder einmal eine Versuchung Gottes denen das Volk widerstehen sollte? Oder ist Gott einfach der Choleriker den ich schon immer in ihm gesehen habe?

Vielleicht macht es ihm einfach mehr Spaß ein Volk mit Plagen zu strafen, das satt ist.


Und die Moral von der Geschicht,
traue Gottes Gnade nicht.


current mood

19.9.07 18:10


Ekros Bibelstunde Nr. 29


Strafbestimmungen für schwere Sünden (Teil II)

Wenn jemand bei einem Tiere liegt, der soll des Todes sterben, und auch das Tier soll man töten. Wenn eine Frau sich irgendeinem Tier naht, um mit ihm Umgang zu haben, so sollst du sie töten und das Tier auch. Des Todes sollen sie sterben; ihre Blutschuld komme über sie.


- Lutherbibel 1984, 3. Buch Moses, Kapitel 20, Vers 15-16


In Ordnung, letztlich sind wohl die wenigsten Menschen Freunde von artenübergreifender Erotik, aber gottverdammt, was kann denn das Tier dafür? Hat es nicht schon genug gelitten? Seit wann bestraft man Opfer von Missbrauch?

Es ist jawohl davon auszugehen, zumindest in den meisten Fällen, das die Initiative nicht vom Tier ausging. Außer natürlich Satan ist in das Tier gefahren um die Menschen zu verführen. In etwa wie mit der Schlange im Garten Eden. Nur eben mit Sex.

Aber ich denke auch Satan hat seine Grenzen, wenn dies auch eine sehr interessante Art wäre, den Menschen zur Sünde zu verleiten. Da in der Bibel jedoch Satan die Schuld für beinahe Alles gegeben wird, wäre es in diesem Fall sicher erwähnt worden.

Wo sind die Tierschützer wenn man sie wirklich mal braucht? Wo sind ALF, PETA oder die Tierschutzpartei wenn missbrauchte Tiere im Namen Gottes gesteinigt werden?


Und die Moral von der Geschicht,
Gott mag missbrauchte Tiere nicht.


current mood

17.9.07 19:47


Ekros Bibelstunde Nr. 28


Strafbestimmungen für schwere Sünden

Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen.


- Lutherbibel 1984, 3. Buch Moses, Kapitel 20, Vers 13


Soviel also zur Toleranz. Und zur Fairness. In der gesamten Bibel wird mit keinem Wort erwähnt das eine Sünde, ein Greuel oder gar eine Blutschuld vorliegt, wenn Jemand bei einer Frau liegt wie bei einem Mann.

Jetzt hör mal Gott, wie soll man das verstehen? Wenn Männer beieinander liegen ist das eine schreckliche Sünde, ja eine Blutschuld. Und wenn Frauen beieinander liegen? Ein schöner Anblick? Gottgefällig?

Zumindest bist Du ja scheinbar nicht der Meinung, das es eine Sünde ist. Und da letztlich alles eine Sünde ist, was Dir nicht gefällt, sagt das schon eine ganze Menge aus.


Und die Moral von der Geschicht,
aussprechen werd ich das nicht...


current mood

14.9.07 18:37


Ekros Bibelstunde Nr. 27


Mose erhält Beistand. Das murrende Volk wird gestraft

Und das Volk klagte vor den Ohren des HERRN, daß es ihm schlechtgehe. Und als es der HERR hörte, entbrannte sein Zorn, und das Feuer des HERRN loderte auf unter ihnen und fraß am Rande des Lagers.


- Lutherbibel 1984, 4. Buch Moses, Kapitel 11, Vers 1


Das ist ja nun auch wirklich ein Unding. Wie kommt dieses undankbare Volk dazu sich zu beschweren. Nur weil Gott sie aus Ägyptenland herausgetrieben hat, wo sie immer satt wurden und sie jetzt hungern müssen?

Und jetzt jammern sie Gott die Ohren voll. Als wäre Gott derjenige an den man sich wendet, wenn es einem schlecht geht. Gott will von Euren Problemen nichts hören, er will das Ihr ihn fürchtet, anbetet und bedingungslos seinen Weisungen folgt.

Wo sollte das auch hinführen? Gott ist kein seelischer Mülleimer, den man mit seinen persönlichen Problemen belastet. Er ist nicht dazu da Euch eine Hilfe zu sein, sondern um sich in Euren Schmeicheleien und Glaubensbekundungen zu sonnen. Er will Huldigungen und Gebetsfloskeln hören, ganz sich will er nicht das Ihr ihm Euer Leid klagt.

Und wenn Ihr nicht damit aufhört, ihn mit Euren kleinen, jämmerlichen und weltlichen Problemen auf die Nerven zu gehen, wird er wieder zornig und schickt Feuer um Euch zu verzehren.

Also, reißt Euch zusammen, ihr Heulsusen.


Und die Moral von der Geschicht,
klagt Gott Eure Sorgen nicht.


current mood

14.9.07 18:06


Ekros Bibelstunde Nr. 26


Abram und Sarai in Ägypten

Es kam aber eine Hungersnot in das Land. Da zog Abram hinab nach Ägypten, daß er sich dort als ein Fremdling aufhielte; denn der Hunger war groß im Lande. Und als er nahe an Ägypten war, sprach er zu Sarai, seiner Frau: Siehe, ich weiß, daß du ein schönes Weib bist. Wenn dich nun die Ägypter sehen, so werden sie sagen: Das ist seine Frau, und werden mich umbringen und dich leben lassen. So sage doch, du seist meine Schwester, auf daß mir's wohlgehe um deinetwillen und ich am Leben bleibe um deinetwillen.


- Lutherbibel 1984, 1. Buch Moses, Kapitel 12, Vers 10-13


Also, Gott schickt eine Hungersnot und treibt dadurch Abram, einen von ihm Berufenen, und seine Frau Sarai nach Ägypten. Gott hat sein temporäres Lieblingsschäfchen auch vorher schon durch die Lande getrieben, aber bisher hat es gereicht ihm zu sagen was er zu tun hat. Diesmal greift Gott zum Mittel der Hungersnot, wahrscheinlich weil man so gleichzeitig noch ein paar Ungläubige auslöschen kann.

Abrams Frau allerdings war eine richtig scharfe Braut, in diesem Fall läst sich über Geschmack nicht streiten, es steht in der Bibel und die ist schließlich Gottes Wort. Sarai war so heiß das Abram fest damit rechnete, sofort getötet zu werden wenn Jemand erfährt das sie mit ihm verheiratet ist. Neidisch und eifersüchtig waren die Menschen schon immer, das haben sie von Gott gelernt. Daher die brillante Idee sich als Bruder und Schwester auszugeben. Damit jeder denkt: „Hey, die geile Schnecke ist noch Single“. Gute Idee.


Als nun Abram nach Ägypten kam, sahen die Ägypter, daß seine Frau sehr schön war. Und die Großen des Pharao sahen sie und priesen sie vor ihm. Da wurde sie in das Haus des Pharao gebracht. Und er tat Abram Gutes um ihretwillen; und er bekam Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Mägde, Eselinnen und Kamele.

- Lutherbibel 1984, 1. Buch Moses, Kapitel 12, Vers 14-16


Das war zu erwarten. Jeder sieht wie scharf die Alte ist und erzählen natürlich Chefchen davon. Und der schnappt sie sich natürlich prompt. Ja, es ist klasse König zu sein. Im Grund sollten jetzt alle glücklich sein. Der Pharao hat die schönste Frau weit und breit, Sarai hat den reichsten Kerl iim ganzen Land und ist endlich Abram los, der übrigens zu diesem Zeitpunkt über 75 Jahre alt ist. Abram selbst bekommt Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Mägde, Eselinnen und Kamele. Die Reihenfolge der aufgezählten Handelswaren repräsentiert wahrscheinlich ihren Wert.

Also sollten eigentlich alle glücklich sein. Es sollten doch Jedem besser gehen als vorher. Aber weit gefehlt, es gibt immer Einen der dagegen ist. Einen der nicht müde wird sich ständig einzumischen und Leid unter den Menschen zu sähen. Der allseits beliebte Gott des Zorns:


Aber der HERR plagte den Pharao und sein Haus mit großen Plagen um Sarais, Abrams Frau, willen. Da rief der Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das angetan? Warum sagtest du mir nicht, daß sie deine Frau ist? Warum sprachst du denn: Sie ist meine Schwester -, so daß ich sie mir zur Frau nahm? Und nun siehe, da hast du deine Frau; nimm sie und zieh hin. Und der Pharao bestellte Leute um seinetwillen, daß sie ihn geleiteten und seine Frau und alles, was er hatte.

- Lutherbibel 1984, 1. Buch Moses, Kapitel 12, Vers 17-20


Verdammt Gott, hast Du irgendwie nicht aufgepasst? Ist Dir ein Teil der Geschichte entgangen oder verstehst Du die Zusammenhänge einfach nicht? Der Pharao hatte doch keine Ahnung und war einfach nur Nett. Aber Du überschüttest ihn mit Plagen, weil der feige Abram den Pharao und alle Ägypter mit ihm belogen hat. Wie wäre es wenn Du Abram bestrafst. Oder seine Knecht, vielleicht auch sein Vieh. Aber warum den Pharao?

Abram selbst hält es nicht mal für nötig dem Pharao auf seine berechtigten Fragen zu antworten. Der Pharao sollte echt angepisst sein, dennoch lässt er Beide einfach ziehen, mit all ihrem Hab und Gut das sie größtenteils vom ihm selbst bekommen haben. Das ist wahre Großzügigkeit. Vielleicht sollte Gott sich mal ein Beispiel an den Pharaonen nehmen anstatt sie immer nur mit Plagen zu überschütten.


Und die Moral von der Geschicht,
fair ist Gott ganz sicher nicht.


current mood

13.9.07 17:12


Ekros Bibelstunde Nr. 25


Jubiläums-Sonderausgabe der Ekros Bibelstunde

Aufgrund der bereits 25. Ausgabe der Bibelstunde, die immer bemüht ist die Weisheit und die frohe Botschaft der Bibel zu verbreiten, wird jetzt die wichtigste Frage überhaupt erörtert. Wichtiger als der Sinn unserer temporären Existenz, wichtiger als Leben und Tod und sogar wichtiger als die allgegenwärtige Frage: „Hast du jemals in Deinem Leben richtige Entscheidungen getroffen?“.

Es geht um die allesbedeutende Frage: „Wer kommt in den Himmel und wer in die Hölle? Wer wird errettet und wer für alle Ewigkeit im Fegefeuer leiden müssen?“. Eine Frage die auch von bibelkundigen Christen nicht klar und einfach beantwortet werden kann.

Zunächst kann mit Bestimmtheit davon ausgegangen werden, das Alle in die Hölle kommen, bis auf die Glücklichen die errettet werden und in den Himmel eintreten dürfen. Konzentrieren wir uns also einfach auf die Frage: „Wer kommt in den Himmel?“.

Greifen wir also zum heiligen Buch, zur einzigen wirklichen Wahrheit, zu Gottes Wort selbst:


Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben, auch die Lästerungen, wieviel sie auch lästern mögen; wer aber den heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig

- Lutherbibel 1984, Markus, Kapitel 3, Vers 28-29


Das war ja einfach, es werden schlichtweg Alle errettet. Alle erringen einen Platz im Himmel, egal welche Sünden sie begangen oder wie viel sie auch gelästert haben mögen. Solange sie nicht den heiligen Geist gelästert haben, das wäre für ihr Seelenheil absolut verheerend. Aber Moment, es gibt auch noch andere Meinungen in der Bibel:


Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.

- Lutherbibel 1984, Johannes, Kapitel 3, Vers 17-18


Also gut, vergessen wir das mit der Lästerung des heiligen Geistes. Wer an Jesus glaubt, an Gottes Sohn, der wird nicht gerichtet. Nicht gerichtet ist gleichbedeutend mit errettet, denn Gott lässt mal wieder die Angstmaschine für das jüngste Gericht auf Hochtouren laufen. Einfach an Jesus als Gottes Sohn glauben und schon ist man errettet. Oder etwa nicht? Ein anderer Eintrag in Gottes heiligem Anhalter sagt etwas Anderes:


Und siehe, einer trat zu ihm und fragte: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.

- Lutherbibel 1984, Matthäus, Kapitel 19, Vers 16-17


Langsam wird es kompliziert. Lassen wir den heiligen Geist und seine verdiente Lästerung beiseite, gehen wir davon aus das der Glaube an Jesus als Gottes Sohn nicht ausreicht um errettet zu werden. Um in den Himmel zu kommen muss ich also Gottes Gebote (oder eher Verbote) einhalten. Damit lässt es sich ja an für sich gut leben, mal abgesehen von dem Passus mit den Götzen.

Gut, wir dürfen den heiligen Geist lästern, den Glauben an Jesus als Gottes Sohn ablehnen, wir müssen uns nur an Gottes Gebote halten und zwar an Alle. Aber es steht auch geschrieben:


So seht ihr nun, daß der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein. Desgleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch Werke gerecht geworden, als sie die Boten aufnahm und ließ sie auf einem andern Weg hinaus? Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

- Lutherbibel 1984, Jakobus, Kapitel 2, Vers 24-26


Ach gottverdammt. Dann also doch glauben und noch dazu gute Werke verrichten. Das bekommt ja nun jeder christliche Pfadfinder mit Links hin. Kein Wort von Gottes Geboten, aber man kann nicht sicher sein ob es eventuell Punktabzüge von seinen guten Taten gibt, wenn man die Gebote bricht.

Aber ganz offensichtlich wird der heilige Geist hier nicht erwähnt, den darf mal also nun wieder lästern. Oder zählt das auch als Minuspunkt? Oder gar als gute Tat? Die Wahrheit darüber wie man in den Himmel kommt könnte aber auch eine ganz andere sein:


Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.

- Lutherbibel 1984, Johannes, Kapitel 6, Vers 53-54


Langsam wird es richtig kompliziert. Es ist also doch egal ob man sich an Gottes Gebote hält, den heiligen Geist lästert, gute Werke vollbringt oder eben nicht und ob man an Jesus als Gottes Sohn glaubt oder nicht. Wichtig ist ganz allein Jesus Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken.

Bleibt nur die Frage wo man an das Zeug rankommt und ob diese Art von Kannibalismus nicht vielleicht doch irgendwie Krank und Pervers ist. Aber vielleicht ist der Weg zur Erlösung doch ein Anderer:


Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.

- Lutherbibel 1984, Epheser, Kapitel 2, Vers 8-9


Ja, wunderbar. Einfach gar nichts tun oder besser einfach gar nicht darüber nachdenken. Wenn man gute Taten vollbringt will man sich sowie so nur damit rühmen. Gottes Gabe. Man hat sie oder eben nicht. Also nur keine Mühe, entweder man gehört eben dazu oder schmort in der Hölle.

Dann Euch allen viel Glück, vielleicht gehört ihr ja zu den Gewinnern von Gottes Lotterie und habt seine Gabe gewonnen. Wenn nicht sieht es finster für Euch aus. Oder die letzte Möglichkeit ist die Richtige:


Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Gestalten und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen außer den Hundertvierundvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde. Diese sind's, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich; die folgen dem Lamm nach, wohin es geht. Diese sind erkauft aus den Menschen als Erstlinge für Gott und das Lamm, und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig.

- Lutherbibel 1984, Offenbarung, Kapitel 14, Vers 3-5


Ja, tut mir wirklich leid für Alle, die sich Hoffnung gemacht haben. Für Alle die Gottes Geboten immer gefolgt sind, nie den heiligen Geist gelästert haben, an Jesus als Gottes Sohn glauben und fleißig gute Taten vollbracht haben. Es war alles umsonst.

Es werden nur 144.000 Menschen gerettet. Habe ich Menschen gesagt? Nein, 144.000 Männer. Noch genauer: 144.000 männliche Jungfrauen.

Nicht traurig sein werte Frauen, das hätte Euch doch von Anfang an klar sein müssen. Gott konnte Euch noch nie wirklich leiden, spätestens seit Eva ihre Vorliebe für Äpfel entdeckte. Also so ziemlich seit Anfang an.

Aber macht Euch nichts daraus, da ihr sowie so nicht errettet werdet, könnt Ihr endlich anfangen das Leben zu genießen. Lästert den heiligen Geist, übertretet ein paar von Gottes Geboten und vor allem, legt endlich Euren Glauben an Jesus als Gottes Sohn ab. Hat ja nachweislich keinen Sinn weiter an diesen Werten festzuhalten.

Im Himmel trifft dann scheinbar eine erlesene Schar zusammen. 144.000 männliche Jungfrauen, die Elite aus (wenn man der Schöpfungslehre glaubt) über 6000 Jahren Menschheitsgeschichte. 144.000 Männer die es nie geschafft haben zum Schuss zu kommen, welch eine wunderbare Gesellschaft.

Ich persönlich verzichte dankbar. Bevor ich die Ewigkeit mit 143.999 Verlierern verbringen und ohne die Existenz von auch nur einer einzigen Frau im ganzen Himmel, schaue ich lieber was die Konkurrenz so zu bieten hat.


Und die Moral von der Geschicht,
in diesen Himmel will ich nicht.


current mood

11.9.07 18:38


Ekros Bibelstunde Nr. 24


Die Steuer für das Heiligtum

Und der HERR redete mit Mose und sprach: Wenn du die Israeliten zählst, so soll ein jeder dem HERRN ein Sühnegeld geben, um sein Leben auszulösen, damit ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählt werden. Es soll aber jeder, der gezählt ist, einen halben Taler geben nach dem Münzgewicht des Heiligtums; ein Taler wiegt zwanzig Gramm. Dieser halbe Taler soll als Opfergabe für den HERRN erhoben werden. Wer gezählt ist von zwanzig Jahren an und darüber, der soll diese Opfergabe dem HERRN geben. Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Taler als Opfergabe für den HERRN zur Sühnung für euer Leben.


- Lutherbibel 1984, 2. Buch Moses, Kapitel 30, Vers 11-15


„Aber nein, das ist doch keine Erpressung. So etwas würde Gott Dir doch niemals antun. Betrachte es eher als Gebühr für Deine eigene Sicherheit. Gott passt auf Dich auf. Damit Dir nichts passiert, Dir keine Plage wiederfährt. Damit Du dein Leben ohne Sorgen weiterführen kannst. Und keine Sorge, wenn Du zahlst wird Gott immer ein Auge auf Dich haben und Dich vor allen Übeln bewahren...“

Exakt wie bei den klassischen Schutzgelderpressungen von Mafia und Co., schützt das pünktliche Zahlen der „Sicherheitsgebühr“ die eigene Gesundheit, ja das eigene Leben. Und ebenso wie bei den modernen Schutzgeldzahlungen besteht der Schutz natürlich vor dem Erpresser selbst. Natürlich bewahrt Gott den Zahlenden vor Plagen und sicher auch vor anderem Unheil. Weil er selbst, höchstpersönlich oder durch seine Racheengel, sonst den armen Tropf, der es gewagt hat nicht zu zahlen, damit strafen würde.

Also wirklich Don Gott. Heutzutage wird das weniger drastisch praktiziert. Man schickt nicht sofort eine Plage auf Jemanden der nicht zahlen kann oder nimmt ihm sein Leben. Das mag zwar Deinem ständigen Bedürfnis nach Furcht unter Deinen Anhängern dienlich sein, aber Tote, oder auch Todkranke, können meist gar nicht mehr zahlen. Wie wäre es wenn Du erst mal Deine Vollstreckerengel bei dem Steuersünder vorbeischickst und diese seinen Laden in Stücke schlagen. Alternativ könntest Du auch seine Familie bedrohen oder seine Kinder entführen. Und Verzugszinsen, wie wäre es damit? Sei mal kreativ.

Aber immerhin beweist Gott mal wieder das vor ihm alle gleich sind, Arme und Reiche haben dieselbe Lebenssteuer zu zahlen. Ich wette Gott muss seine Schlägerengel viel öfter zu armen als zu den reichen Zahlungssündern schicken.


Und die Moral von der Geschicht,
Hey Gott, ich zahl Dein Schutzgeld nicht!


current mood

11.9.07 19:39


Ekros Bibelstunde Nr. 23


Die Schalen des Zorns

Und der zweite Engel goß aus seine Schale ins Meer; und es wurde zu Blut wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen im Meer starben. Und der dritte Engel goß aus seine Schale in die Wasserströme und in die Wasserquellen; und sie wurden zu Blut. Und ich hörte den Engel der Wasser sagen: Gerecht bist du, der du bist und der du warst, du Heiliger, daß du dieses Urteil gesprochen hast; denn sie haben das Blut der Heiligen und der Propheten vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben; sie sind's wert. Und ich hörte den Altar sagen: Ja, Herr, allmächtiger Gott, deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht..


- Lutherbibel 1984, Offenbarung, Kapitel 16, Vers 3-7


Ja Gott des Blutes, ja Gott des Zorns, Du bist wahrhaftig und gerecht. Also das der Engel das sagt, ist ja verständlich. Würde er etwas anderes sagen, gäbe es wahrscheinlich einen Tritt von Gott und ein Engel mehr wäre gefallen. Aber der Altar? Dem hätte ich doch wirklich etwas mehr Weitsicht zugetraut.

Aber gut, immerhin wurde das Blut von Heiligen und Propheten vergossen. Abgesehen von der Tatsache das Blut nur von Gott oder in seinem Auftrag vergossen werden darf (dann aber in Strömen), muss das Blut dieser Ausnahmegläubigen natürlich gerächt werden. Vor allem an den Fischen und allem anderen das im Meer lebt. Wer kann schon sagen wie viele Heilige und Propheten diese Meerbewohner gefressen haben. Wahrhaftig und gerecht...


Und der vierte Engel goß aus seine Schale über die Sonne; und es wurde ihr Macht gegeben, die Menschen zu versengen mit Feuer. Und die Menschen wurden versengt von der großen Hitze und lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen, und bekehrten sich nicht, ihm die Ehre zu geben.

- Lutherbibel 1984, Offenbarung, Kapitel 16, Vers 8-9


Oder, etwas besser formuliert wie ich finde:


Und die Menschen verbrannten in der großen Hitze. Dennoch verfluchten sie den Namen Gottes, der die Macht über diese Plagen hat. Sie bekehrten sich nicht dazu, ihm die Ehre zu geben.

- Einheitsübersetzung, Offenbarung, Kapitel 16, Vers 9


Ist das tatsächlich wahr? Die Menschen werden vom Feuer der (mit einer Schale übergossenen) Sonne versengt. Oder auch verbrannt, je nachdem welcher Übersetzung man mehr glauben möchte. Und dennoch, obwohl die Menschen von der Sonne verbrannt werden, bekehren sie sich nicht dazu, Gott die Ehre zu geben?

Was für ein undankbares Pack diese Menschen doch sind. Gott gibt sich so viel Mühe ihre Gunst zu erlangen, er säht Furcht, tötet Kinder, löscht ganze Völker aus und verbrennt die Menschen jetzt auch noch mit dem Feuer der Sonne. Und trotzdem erweisen sie ihm einfach nicht die Ehre. Was soll Gott denn sonst noch tun? Etwa nett sein? Oder gar verständnisvoll? Wunder wirken statt Genozid? Gott der Liebe statt Gott des Zorns? Seien wir doch realistisch. Das passt einfach nicht zu ihm.


Und die Moral von der Geschicht,
bete, dann verbrennst Du nicht.


current mood

10.9.07 18:30


Ekros Bibelstunde Nr. 22


Gottes Gericht über Edom

Wer ist der, der von Edom kommt, mit rötlichen Kleidern von Bozra, der so geschmückt ist in seinen Kleidern und einherschreitet in seiner großen Kraft? «Ich bin's, der in Gerechtigkeit redet, und bin mächtig zu helfen.»


- Lutherbibel 1984, Jesaja, Kapitel 63, Vers 1


„Draußen aus Edom komm ich her und muss euch sagen, es weihnachtet sehr“? Handelt es sich bei dieser mysteriösen Gestalt vielleicht um den wahrhaften, christlichen Weihnachtsmann?


Warum ist denn dein Gewand so rotfarben und dein Kleid wie das eines Keltertreters?

- Lutherbibel 1984, Jesaja, Kapitel 63, Vers 2


„Aber Großmutter, warum hast du so große Augen?“ Wahrscheinlich handelt es sich doch nicht, wie erst angenommen, um den Weihnachtsmann. Dafür spricht hauptsächlich das Nichtvorhandensein eines Sackes voller Geschenke. Daher wird es sich wohl um Gott selbst handeln, oder ein direkt von ihm Beauftragter, immerhin geht es ja um Gottes Gericht über Edom. Es könnte also auch ein Gottessohn, ein Engel oder ein menschlicher Fanatiker sein, der in seiner Weihnachtsmannverkleidung von Edom her kommt.


«Ich trat die Kelter allein, und niemand unter den Völkern war mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Da ist ihr Blut auf meine Kleider gespritzt, und ich habe mein ganzes Gewand besudelt. Denn ich hatte einen Tag der Vergeltung mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlösen, war gekommen. Und ich sah mich um, aber da war kein Helfer, und ich verwunderte mich, daß niemand mir beistand. Da mußte mein Arm mir helfen, und mein Zorn stand mir bei. Und ich habe die Völker zertreten in meinem Zorn und habe sie trunken gemacht in meinem Grimm und ihr Blut auf die Erde geschüttet.»

- Lutherbibel 1984, Jesaja, Kapitel 63, Vers 3-6


„Und Gott, was hast Du heute so vor?“ „Heute ist Vergeltungstag“. Wieder einmal.

In Ordnung, es handelt sich um Gott. Immerhin redet er ja von den Seinen die er erlösen will und Gott hat seine Gläubigen schon immer als sein Eigentum betrachtet. Aber seine eigenen Gläubigen zu „keltern“ und zu zertreten ist schon eine seltsame Art sie zu erlösen. Nun gut, Gott war schon immer ein wenig Anders und wie heißt es so schön: „Gottes Wege sind unergründlich

Zumindest hat Gott sich diesmal selber die Hände, ebenso wie seine Kleider, schmutzig gemacht und lässt nicht immer Andere die Drecksarbeit für ihn verrichten. Könnte natürlich auch daran liegen das ihm Niemand helfen wollte. Kein Einziger hat sich an Gottes Blutbad beteiligt. Wie gemein. Aber keine Sorge, Gott hat noch immer seinen Arm und seinen allerbesten Freund, seinen Zorn. Und die Beiden werden ihm ewiglich beistehen, bei jeder Blutorgie, bei jeder Bestrafung (oder Erlösung) seiner Gläubigen und bei jedem Genozid zu dem er sich entschließt.

Darüberhinaus beweißt Gott mal wieder seinen Sinn für Humor, denn wen hat man schon je sagen hören, das er seine Feinde (oder Gläubigen) in seinem Zorn „gekeltert“ hat. Gute Metapher, Gott des Blutes.


Und die Moral von der Geschicht,
gekeltert werden will ich nicht.


current mood

10.9.07 18:13


Ekros Bibelstunde Nr. 21


Der Turmbau zu Babel

Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. Als sie nun nach Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, laßt uns Ziegel streichen und brennen! - und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel und sprachen: Wohlauf, laßt uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder. Da fuhr der HERR hernieder, daß er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.


- Lutherbibel 1984, 1. Buch Moses, Kapitel 11, Vers 1-5


Also, die Sintflut ist vorbei, der senile und alkoholkranke Noah starb an Altersschwäche und seine Söhne haben mit ihren Nachkommen die Welt neu bevölkert. Im Grunde sollte jetzt alles gut sein, alle sündigen Menschen und Tiere wurden ertränkt und Gott hat versprochen ab jetzt netter zu seiner Schöpfung zu sein.

Da ja alle Menschen Noahs direkte Nachkommen sind, sprechen sie logischerweise auch alle dieselbe Sprache, was in Sachen Kommunikation nur von Vorteil sein kann. Die Menschen finden eine tolle Ebene und beschließen eine Stadt mit einem tollen Turm zu bauen. Warum auch nicht. Selbst Gott kommt von seiner Wolke runter, offensichtlich weil die Sicht von oben schlecht ist, um zuzuschauen. Und dann:


Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. Wohlauf, laßt uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe! So zerstreute sie der HERR von dort in alle Länder, daß sie aufhören mußten, die Stadt zu bauen. Daher heißt ihr Name Babel, weil der HERR daselbst verwirrt hat aller Länder Sprache und sie von dort zerstreut hat in alle Länder.

- Lutherbibel 1984, 1. Buch Moses, Kapitel 11, Vers 6-9


Das muss ja ein Heidenspaß (Achtung Wortspiel) gewesen sein, Gott und seine Kids (oder wen fordert er zu diesem lustigen Spiel auf?) fahren hernieder und verwirren die Sprache der Menschen. Und prompt versteht Keiner mehr den Anderen. Gott wird sich sicherlich köstlich amüsiert haben, er hat also doch einen Sinn für Humor. Mir persönlich ist ein Spaßgott allemal lieber als ein Gott des Zorns.

Bleibt die Frage, warum er es getan hat. Hatten die Menschen es schlichtweg zu einfach und darum hat Gott den Schwierigkeitsgrad erhöht? Ist es uns verboten Türme zu bauen? Oder war es einfach eine spontane Eingebung, zur Abwechslung mal etwas Lustiges zu tun?


Und die Moral von der Geschicht,
Gott ist lustig, oder nicht?


current mood

6.9.07 18:50


Ekros Bibelstunde Nr. 20


Die christliche Haustafel

Ihr Sklaven, seid gehorsam in allen Dingen euren irdischen Herren, nicht mit Dienst vor Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt des Herzens und in der Furcht des Herrn.


- Lutherbibel 1984, Kolosser, Kapitel 3, Vers 22


Was soll uns das sagen? Das die Sklaven ihren irdischen Herren gehorsam sein sollen ist klar, nur die Begründung ist nicht leicht zu verstehen. Ich denke es bedeutet das der Sklave nicht pflichtbewusst sein soll und seine Arbeit nicht verrichten soll, um sich bei seinem Herren einzuschleimen. Sondern das er aus lauter Einfältigkeit und Angst gehorsam sein soll. Sehr lobenswert, dieselbe Einstellung habe ich auf der Arbeit ebenfalls.



Von den Sklaven

Alle, die als Sklaven unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehre wert halten, damit nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werde. Welche aber gläubige Herren haben, sollen diese nicht weniger ehren, weil sie Brüder sind, sondern sollen ihnen um so mehr dienstbar sein, weil sie gläubig und geliebt sind und sich bemühen, Gutes zu tun.


- Lutherbibel 1984, 1. Timotheus, Kapitel 6, Vers 1


Also immer schön brav sein als Sklave, denn Gott will es so. Bist Du kein gehorsamer Sklave und hast Du keine hohe Meinung von Deinem Eigentümer, widersprichst Du damit Gottes Lehre. Und rechne nicht damit, das ein gläubiger Sklavenhalter netter zu Dir ist, nur weil Du sein „Bruder“ bist. Im Gegenteil. Es ist an Dir, dich für Deinen gläubigen Eigentümer noch mehr ins Zeug zulegen, da sie gläubig und geliebt sind und natürlich weil sie sich zumindest bemühen Gutes zu tun.



Mahnungen an die Sklaven

Ihr Sklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den gütigen und freundlichen, sondern auch den wunderlichen. Denn das ist Gnade, wenn jemand vor Gott um des Gewissens willen das Übel erträgt und leidet das Unrecht. Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr um schlechter Taten willen geschlagen werdet und es geduldig ertragt? Aber wenn ihr um guter Taten willen leidet und es ertragt, das ist Gnade bei Gott.


- Lutherbibel 1984, 1. Petrus, Kapitel 2, Vers 18-20


Ihr Sklaven seid Sklaven und werdet immer Sklaven bleiben. Findet Euch damit ab und ordnet Euch, verdammt noch mal, Euren Herren unter. Ganz egal wie Euer persönlicher Sklavenhalter so drauf ist. Und natürlich das Fürchten nicht vergessen (insofern ist der Sklavenhalter wohl Gottes Vertreter).

Wenn ihr Sklaven Pech habt, werde ihr wegen Eurer schlechten Taten geschlagen und ertragt es (natürlich) geduldig. Wenn ihr aber Glück habt, werdet ihr aufgrund Eurer guten Taten (oder einfach nur so) geschlagen, wäre das nicht wahrhaft Glück? Ja, das ist Gnade bei Gott.



Vergehen gegen Leib und Leben

Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, daß sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld.


- Lutherbibel 1984, 2. Buch Moses, Kapitel 21, Vers 20-21


Aber keine Sorge, nur weil Gott ein Befürworter von Sklaverei ist (egal ob der Sklavenhalter gläubig ist oder nicht), haben auch Sklaven Rechte. Wird also ein Sklave mit einem Stock totgeschlagen, wird der Schläger bestraft. Aber nur wenn er sofort stirbt. Und wahrscheinlich nur mit einer Geldstrafe. Wenn der Sklave aber noch mindestens einen weiteren Tag lebt, gibt es keine Strafe für den Schläger. Wahrscheinlich ist der Verlust des Sklaven schon Strafe genug.

Das ganze gilt natürlich nur wenn der Sklave mit einem Stock geschlagen wurde. Daher wäre es viel ratsamer ihn ohne Stock, dafür vielleicht mit einer Peitsche oder einem großen Stein zu schlagen.


Und die Moral von der Geschicht,
diene Deinem Herrn Du Wicht.


current mood

5.9.07 18:52


Ekros Bibelstunde Nr. 19


Strafe für falsche Propheten und Verführer zum Götzendienst

Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch aufsteht und dir ein Zeichen oder Wunder ankündigt und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er dir gesagt hat, und er spricht: Laß uns andern Göttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen, so sollst du nicht gehorchen den Worten eines solchen Propheten oder Träumers; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebhabt. Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.


- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 13, Vers 2-5


Ein Prophet oder Träumer, vielleicht gar Jemand den man als beides bezeichnen könnte, der Wunder ankündigt die dann tatsächlich eintreten. Der versucht Menschen zu bekehren, von einem Gott spricht den die Menschen zu denen er spricht nicht kennen. Würde das nicht auch auf Jesus zutreffen? Zumindest wenn er mit Menschen redet, die den Gott des Zorns noch nicht kennen und einem oder mehreren anderen Göttern dienen.

Aber wer immer auch dieser Prophet oder Träumer ist, eindeutig ist er von Gott gesandt worden, ganz egal von welchen Göttern er auch redet. Denn Gott führt seine Schäfchen (mal wieder) in Versuchung, um zu erfahren ob sie ihn auch so richtig lieb haben. Wie kann man Jemanden lieb haben den ich gleichzeitig, per Gebot, zu fürchten habe?

Und was passiert mit dem Propheten oder Träumer der in Gottes Auftrag Verführung betreibt? Er erhält Gottes Lohn:


Der Prophet aber oder der Träumer soll sterben, weil er euch gelehrt hat, abzufallen von dem HERRN, eurem Gott, der euch aus Ägyptenland geführt und dich aus der Knechtschaft erlöst hat, und weil er dich von dem Wege abbringen wollte, auf dem du wandeln sollst, wie der HERR, dein Gott, geboten hat -, auf daß du das Böse aus deiner Mitte wegtust.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 13, Vers 6


Also ein Todesurteil für den armen Propheten (oder Träumer), der für Gott den Verführer spielte. Ja, Undank ist des Gottes (der Dich aus Ägyptenland verschleppte und Dich jahrzehntelang durch die Wüste getrieben hat) Lohn. So ist er eben. Und dafür haben wir ihn (besser) lieb.

Und wie ergeht es Verwandten oder Freunden die dasselbe versuchen wie dieser Prophet oder Träumer? Schauen wir mal:


Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Laß uns hingehen und andern Göttern dienen, die du nicht kennst noch deine Väter, von den Göttern der Völker, die um euch her sind, sie seien dir nah oder fern, von einem Ende der Erde bis ans andere, so willige nicht ein und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge ihn nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht erbarmen und seine Schuld nicht verheimlichen, sondern sollst ihn zum Tode bringen. Deine Hand soll die erste wider ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volks. Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich abbringen wollen von dem HERRN, deinem Gott, der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt hat, auf daß ganz Israel aufhorche und sich fürchte und man nicht mehr solch Böses tue unter euch.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 13, Vers 7-12


Gut, das hätte man sich wahrscheinlich denken können. Schone weder Deine Familie noch Deine liebsten Freunde. Im Gegenteil, werfe selber noch den ersten Stein. Denn wie nahe Dir dieser Verführer auch immer stand, er hat versucht Dich von Deinem Gott (der Dich aus Ägyptenland herauszerrte und jahrzehntelang durch die Wüste getreten hat) abzubringen.

Diese Steinigung von Verwandten oder Freunden hat gleichzeitig noch den Effekt das sich die Furcht seiner Schäfchen vergrößert. Und wahrscheinlich auch das sie ihn noch mehr lieb haben.

Und wie verfährt man mit irgendwelchen Leuten in irgendeiner Stadt, die Dich von Gottes Weg abbringen wollen? Ganz klar:


Wenn du von irgendeiner Stadt, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, darin zu wohnen, sagen hörst: Es sind etliche heillose Leute aufgetreten aus deiner Mitte und haben die Bürger ihrer Stadt verführt und gesagt: Laßt uns hingehen und andern Göttern dienen, die ihr nicht kennt, so sollst du gründlich suchen, forschen und fragen. Und wenn sich findet, daß es gewiß ist, daß solch ein Greuel unter euch geschehen ist, so sollst du die Bürger dieser Stadt erschlagen mit der Schärfe des Schwerts und an ihr den Bann vollstrecken, an allem, was darin ist, auch an ihrem Vieh, mit der Schärfe des Schwerts. Und alles, was in ihr erbeutet wird, sollst du sammeln mitten auf dem Marktplatz und mit Feuer verbrennen die Stadt und alle ihre Beute als ein Ganzopfer für den HERRN, deinen Gott, daß sie in Trümmern liege für immer und nie wieder aufgebaut werde. Und laß nichts von dem, was dem Bann verfallen ist, an deiner Hand kleben, auf daß der HERR von seinem grimmigen Zorn abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er deinen Vätern geschworen hat.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 13, Vers 13-18


Na endlich, ich war schon fast enttäuscht vom großen Gott des Zorns. Immer nur einzelne Sünder ermorden lassen ist einfach nicht sein Stil. Kollektivschuld einer ganzen Stadt, Genozid an allen seinen Bewohnern und (natürlich) allem Vieh passt schon eher zu ihm.

Und wenn das letzte Kind und der letzte Esel erschlagen wurde, das letzte Haus in Trümmern liegt und sämtliche Beute als Opfer für den Herrn verbrannt wurde, schenkt er die seine grenzenlose Barmherzigkeit. Die Barmherzigkeit für die er bereits allgemein berüchtigt ist. Oh Gott, wir haben Dich wahrhaft lieb.


Und die Moral von der Geschicht,
erkennst Du Gottes Liebe nicht?


current mood

5.9.07 18:33


Ekros Bibelstunde Nr. 18


Gesetze zum Schutz der Verleumdeten und Vergewaltigten

Wenn eine Jungfrau verlobt ist und ein Mann trifft sie innerhalb der Stadt und wohnt ihr bei, so sollt ihr sie alle beide zum Stadttor hinausführen und sollt sie beide steinigen, daß sie sterben, die Jungfrau, weil sie nicht geschrien hat, obwohl sie doch in der Stadt war, den Mann, weil er seines Nächsten Braut geschändet hat; so sollst du das Böse aus deiner Mitte wegtun.


- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 22, Vers 23-24


Das ist ja der Hammer, das diese verlobte Jungfrau nicht geschrieen hat, was für ein Miststück. Stand sie unter Schock? Hat ihr Vergewaltiger ihr den Mund zu gehalten oder sie geknebelt? Passierte es in einem Keller, so das sie niemand hören konnte? Das ist völlig gleich, wenn es keiner gehört hat, hat sie auch nicht geschrieen (Der Baum der ohne Zeugen umfällt macht kein Geräusch. Und hätte er ein Geräusch gemacht, hätte es schon jemand gehört). Also keine Gnade.


Wenn jemand eine Jungfrau trifft, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und wohnt ihr bei und wird dabei betroffen, so soll, der ihr beigewohnt hat, ihrem Vater fünfzig Silberstücke geben und soll sie zur Frau haben, weil er ihr Gewalt angetan hat; er darf sie nicht entlassen sein Leben lang.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 22, Vers 28-29


Ich glaube in der damaligen Zeit sind eine Menge Ehen so geschlossen worden. Hat ja auch wirklich enorme Vorteile. Jemand will unbedingt eine bestimmte Frau (ob sie ihn auch will ist ja völlig gleich) und hat das Glück das sie nicht verlobt ist. Also einfach mit Gewalt nehmen, vorher aber besser 50 Silberstücke in der Tasche haben, insofern sie einen Vater hat. Und schon ist man verheiratet. Mit einer lebenslangen Garantie. Das Familienleben ist sicherlich sehr harmonisch.


Und die Moral von der Geschicht,
wehe ich hör Dein Schreien nicht.


current mood

3.9.07 18:54


Ekros Bibelstunde Nr. 17


Todesstrafe für ungeratene Söhne

Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, daß er sterbe, und du sollst so das Böse aus deiner Mitte wegtun, daß ganz Israel aufhorche und sich fürchte.


- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 21, Vers 18-21


Ja Gott, keine Gnade für Ungehorsam. Wenn das Kind nicht spurt, ab zur Steinigung. Da hat dann zumindest die ganze Stadt noch Etwas davon. Steinigungen sind gut für das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt, damit hat auch der ungehorsame Sohn noch etwas für das Gemeinwohl getan.

Außerdem ist natürlich die Furcht die sich danach im ganzen Lande breit macht unbezahlbar, Angst und Schrecken waren schon immer Gottes Weg die Menschen zum ehrfürchtigen Glauben zu nötigen („Best safety lies in fear“). Nur wenn sie Dich wahrhaft fürchten bist Du auch ein wahrhaft großer Gott.


Und die Moral von der Geschicht,
vergeb auch Deinen Söhnen nicht.


current mood

3.9.07 17:23


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung