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Ekros Bibelstunde Nr. 46


Simsons Streit mit den Philistern

Es begab sich aber nach einigen Tagen, um die Weizenernte, daß Simson seine Frau besuchte mit einem Ziegenböcklein. Und als er dachte: Ich will zu meiner Frau in die Kammer gehen, da wollte ihn ihr Vater nicht hineinlassen und sprach: Ich meinte, du bist ihrer ganz überdrüssig geworden, und ich habe sie deinem Gesellen gegeben. Sie hat aber eine jüngere Schwester, die ist schöner als sie; die nimm statt ihrer. Da sprach Simson zu ihnen: Diesmal bin ich frei von Schuld, wenn ich den Philistern Böses tue.


- Lutherbibel 1984, Kapitel 15, Vers 1-3


Simson ist ein ziemlich krasser Typ, bereits direkt nach seiner Geburt von Gott gesegnet, wird er dauernd vom Geist des Herrn besessen, was meist dazu führt, dass er ziemlich durch die Gegend wütet und dabei massig Leute erschlägt. Meist ohne wirklich einen richtigen Grund dafür zu haben. Also eher wie der Hulk, der sich auch nicht kontrollieren kann, wenn er wütend ist.

Diesmal hat er natürlich einen mehr als guten Grund sauer zu sein. Von seinem Schwiegervater nicht mehr in die Kammer seiner Frau gelassen zu werden und zu erfahren dass der Kerl seine Frau an einen Anderen abgetreten hat. Noch dazu an einen Kumpel von Simson.

Simson hätte natürlich einfach die jüngere und hübschere Schwester nehmen können. Aber weit gefehlt, er mag ein psychopathischer Mörder sein, aber seiner Frau ist er treu. Außerdem scheint sein Schwiegervater ihm sogar einen Gefallen getan zu haben. Jetzt kann er den Philistern endlich Böses antun, ohne dass ihn daran Schuld trifft. Darauf hat er doch nur gewartet.


Und Simson ging hin und fing dreihundert Füchse, nahm Fackeln und kehrte je einen Schwanz zum andern und tat eine Fackel je zwischen zwei Schwänze und zündete die Fackeln an und ließ die Füchse in das Korn der Philister laufen und zündete so die Garben samt dem stehenden Korn an und Weinberge und Ölbäume.

- Lutherbibel 1984, Kapitel 15, Vers 4-5


Simson ist ein wahrer Teufel. Er nimmt also 300 Füchse, zündet 150 Fackeln und damit die Schwänze der Füchse an, mit dem Plan die gesamte Kornernte, die Weinberge und die Ölbäume abzufackeln. Und dieser geniale Plan funktioniert sogar noch.

Ich nehme mal an, dass Simson als einer von Gottes bevorzugten Superhelden über die Gabe verfügte, Füchse zu beherrschen (Fuchsflüsterer). Sonst wäre das sicher ein sehr schweres Unterfangen geworden. Mal abgesehen davon, dass es nicht gerade nett den Füchsen gegenüber war. Und jetzt? Alles gut?


Da sprachen die Philister: Wer hat das getan? Da sagte man: Simson, der Schwiegersohn des Timnaïters, weil er ihm seine Frau genommen und seinem Gesellen gegeben hat. Da zogen die Philister hin und verbrannten sie samt ihrer Familie mit Feuer. Simson aber sprach zu ihnen: Wenn ihr das tut, so will ich nicht ruhen, bis ich mich an euch gerächt habe. Und er schlug sie zusammen mit mächtigen Schlägen und zog hinab und wohnte in der Felsenkluft von Etam.

- Lutherbibel 1984, Kapitel 15, Vers 6-8


Man hätte ja denken können, Simson wäre zufrieden, das Problem mit seiner Frau und ihrem boshaften Vater hatte sich erledigt. Er aber setzte seine Superkräfte ein, schlägt sie zusammen und wohnt fortan in einer Höhle. Warum auch immer er jetzt in einer Höhle wohnen will, wahrscheinlich ist es Gottes Wille.

Damit ist die Geschichte natürlich nicht zu Ende. Die Philister waren ziemlich angefressen und zogen hinauf nach Lehi, wo sich all das abgespielt hatte, mit dem Ziel Simson gefangen zu nehmen.

Die Menschen aus Juda, die eigentlichen Leidtragenden der Geschichte, beschlossen Simson auszuliefern. Dafür zogen sie mit 3000 Mann zu Simsons Höhle um ihn zu fesseln und den Philistern zu übergeben.

Nachdem sich Simson von den Judäern schwören ließ, dass sie ihm selbst nichts antun würden, lies er sich fesseln und zu den Philistern bringen.


Und als er nach Lehi kam, jauchzten die Philister ihm entgegen. Aber der Geist des HERRN geriet über ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Fäden, die das Feuer versengt hat, so daß die Fesseln an seinen Händen zerschmolzen. Und er fand einen frischen Eselskinnbacken. Da streckte er seine Hand aus und nahm ihn und erschlug damit tausend Mann.

- Lutherbibel 1984, Kapitel 15, Vers 14-15


Das hätte ich zu gerne gesehen. Mal wieder fährt der Geist Gottes in ihn, er wird zum Christenhulk und erschlägt 1000 Mann mit einem Eselsknochen. Sicher eine echt filmreiche Aktion. Wie schon gesagt, Simson ist ein echt krasser Typ.


Und die Moral von der Geschicht,
verderb`s Dir mit Gottes Superhelden nicht.


current mood

30.10.07 18:56
 
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