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Ekros Bibelstunde Nr. 39


Jonas Berufung und Flucht vor Gott

Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais: Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen. Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem HERRN nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er Fährgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren und dem HERRN aus den Augen zu kommen.


- Lutherbibel 1984, Jona, 1. Kapitel, Vers 1-3


Ich hätte auch keine Lust gehabt, nur weil der Gott des Zorns es sagt, eine ganze Stadt anzupöbeln. Dennoch hätte Jona schlauer sein können, immerhin hätte er sich doch denken können, dass Gott nicht bittet, sondern befiehlt.

Und jeder weiß wie unglaublich nachtragend dieser jähzornige Gott ist, der von sich selbst zahllose Male behauptet und auch bewiesen hat, dass er Ungehorsam weder vergibt, noch vergisst.


Da ließ der HERR einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, daß man meinte, das Schiff würde zerbrechen.

- Lutherbibel 1984, Jona, 1. Kapitel, Vers 4


Ganz ehrlich. Wer hat denn nicht damit gerechnet. Und das Gott mal wieder einen Haufen Unschuldiger mit reinzieht ist nicht nur typisch für ihn, es gehört für ihn schlichtweg zum guten Ton, er war noch nie gut darin Kolateralschäden zu vermeiden.

Aber Jona war ein guter Mann, er erkannte natürlich dass nur er alleine die Schuld für dieses Unwetter trug, wer auch sonst. Daher übernahm er nicht nur die Verantwortung, er hatte auch gleich einen hilfreichen Vorschlag:


Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer still werden und von euch ablassen. Denn ich weiß, daß um meinetwillen dies große Ungewitter über euch gekommen ist.

- Lutherbibel 1984, Jona, 1. Kapitel, Vers 12


Sehr nobel. Da die Bibel kein Hollywoodfilm ist, wo Rufe wie:“Nein, das können wir nicht machen.“, oder „Wir stehen das zusammen durch.“ sehr beliebt sind, gab es nur eine logische Reaktion der Seeleute auf dieses Angebot:


Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten.

- Lutherbibel 1984, Jona, 1. Kapitel, Vers 15


Gut. Ende der Geschichte? Aber nicht doch, das wäre doch viel zu einfach...


Jonas Gebet

Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches.


- Lutherbibel 1984, Jona, 2. Kapitel, Vers 1-2


Nach drei Tage in einem gottverdammten, ich meine natürlich gottgefälligen, Fisch würde ich wohl auch beten und meinen Widerstand aufgeben. So wie Jona. Der ist plötzlich doch bereits alles zu tun, was der Gott der Rachsucht und der Fischattacken ihm aufträgt.


Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen. Meine Gelübde will ich erfüllen dem HERRN, der mir geholfen hat. Und der HERR sprach zu dem Fisch, und der spie Jona aus ans Land.

- Lutherbibel 1984, Jona, 2. Kapitel, Vers 10-11


Dem Herrn der mir geholfen hat? Was für ein verdammter Heuchler, ohne Gott wäre er doch überhaupt nicht in diese schreckliche Lage gekommen. Es hat eher etwas von einer Erpressung als von Hilfe. Aber immerhin ist er aus dem ollen Fisch rausgekommen, bei Gott hilft schleimen also gelegentlich.


Jonas Predigt und Ninives Buße

Und es geschah das Wort des HERRN zum zweitenmal zu Jona: Mach dich auf, geh in die große Stadt Ninive und predige ihr, was ich dir sage!


- Lutherbibel 1984, Jona, 3. Kapitel, Vers 1-2


Keine Frage, den Fehler nicht auf Gott zu hören macht Jona nicht noch einmal, der Fisch hat ihm sicher ganz schön den Kopf gewaschen. Also geht Jona in der gigantischen Stadt predigen.


Und als Jona anfing, in die Stadt hineinzugehen, und eine Tagereise weit gekommen war, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und ließen ein Fasten ausrufen und zogen alle, groß und klein, den Sack zur Buße an.

- Lutherbibel 1984, Jona, 3. Kapitel, Vers 4-5


Damit hätte Niemand rechnen können, selbst Jona dürfte sichtlich überrascht sein. Die Menschen glauben ihm nicht nur, sie bereuen auch und versuchen sich zu ändern. Aber das wirklich Unglaubliche kommt noch:


Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat's nicht.

- Lutherbibel 1984, Jona, 3. Kapitel, Vers 10


Nein, das ist kein Scherz, lest es selber nach wenn ihr mir nicht glaubt, aber Gott verschont die armen Sünder. Dann sollte ja jetzt eigentlich alles in Ordnung sein, Alle sollten restlos zufrieden sein. Ist aber nicht so.


Jonas Unmut und Gottes Antwort

Das aber verdroß Jona sehr, und er ward zornig und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, das ist's ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war, weshalb ich auch eilends nach Tarsis fliehen wollte; denn ich wußte, daß du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und läßt dich des Übels gereuen. So nimm nun, HERR, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben.


- Lutherbibel 1984, Jona, 4. Kapitel, Vers 1-3


Aber kleiner Jona, die Zeit im Inneren des Fisches müssen seinen Verstand ganz schön verwirrt haben. Ziemlich durchgeknallt der Kerl. Und wie dankt Gott es ihm?


Gott der HERR aber ließ eine Staude wachsen; die wuchs über Jona, daß sie Schatten gäbe seinem Haupt und ihm hülfe von seinem Unmut. Und Jona freute sich sehr über die Staude. Aber am Morgen, als die Morgenröte anbrach, ließ Gott einen Wurm kommen; der stach die Staude, daß sie verdorrte. Als aber die Sonne aufgegangen war, ließ Gott einen heißen Ostwind kommen, und die Sonne stach Jona auf den Kopf, daß er matt wurde...

- Lutherbibel 1984, Jona, 4. Kapitel, Vers 6-8


Ja, Gott ist großartig und er hat echt Sinn für Humor. Aber was er eigentlich sagen wollte, ist: „Der Herr hat es gegeben, der Herr kann es jederzeit wieder nehmen.“ Genau wie die Gnade die er Ninive geschenkt hat. Zwei Bücher später vollzieht er seine fruchtbare Rache an dieser Stadt nämlich, oder hattet ihr wirklich geglaubt, Gott wäre weich geworden? Nein, er verschont die Stadt nur kurz, schenkt ihr eine Gnadenfrist. Meiner Meinung nach nur um Jona ein Wenig zu ärgern.


Und die Moral von der Geschicht,
flieh vor Gottes Willen nicht.


current mood

19.10.07 18:51
 
Letzte Einträge: 80s (02.10.2010), 80s (06.11.2010), 80s Party - Samstag, 05.02.2011



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