Startseite
    DJ
    Fragmente
    BNCDR
    Phobien
    Ekros Bibelstunden
    Geistiges Erbrechen
    Wunder der Magie
    Nutzloses Wissen
    Wahrheiten
    Netztrauma
    Testsektion
    Zitate
    Videos
   
  Links
 
  Haftungshinweis















www.ekros.de


Kostenloser Counter


http://myblog.de/ekros

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ekros Bibelstunden

Ekros Bibelstunde Nr. 55


Aufruhr und Untergang der Rotte Korach

Und Korach, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis, dazu Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Pelets, die Söhne Rubens, die empörten sich gegen Mose, dazu zweihundertundfünfzig Männer unter den Israeliten, Vorsteher der Gemeinde, von der Versammlung berufen, namhafte Leute. Und sie versammelten sich gegen Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr geht zu weit! Denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und der HERR ist unter ihnen. Warum erhebt ihr euch über die Gemeinde des HERRN?

- Lutherbibel 1984, 4. Buch Moses, Kapitel 16, Vers 1-3

Ja, schon ziemlich dreist der gute Korach. Er sollte nach den Jahren der sinnlosen Wanderung wirklich wissen, dass man sich besser nicht mit Gottes bevorzugten Propaganda-Marionetten anlegt. Außerdem sollte er mittlerweile wirklich wissen, dass ein Ruf nach Gerechtigkeit in der Regel mit Tod und Feuer bestraft wird. Aber manche Menschen sind eben unverbesserlich.


Und Mose sprach zu Korach: Du und deine ganze Rotte, ihr sollt morgen vor den HERRN kommen, du und sie und Aaron. Und ein jeder nehme seine Pfanne und lege Räucherwerk darauf, und tretet hin vor den HERRN, ein jeder mit seiner Pfanne, zweihundertundfünfzig Pfannen; auch du und Aaron, ein jeder mit seiner Pfanne. Und ein jeder nahm seine Pfanne und legte Feuer hinein und tat Räucherwerk darauf, und sie traten vor die Tür der Stiftshütte und Mose und Aaron auch. Und Korach versammelte gegen sie die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN vor der ganzen Gemeinde.

- Lutherbibel 1984, 4. Buch Moses, Kapitel 16, Vers 16-19

Alle tun wie ihnen geheißen wurde und ein Jeder hat eine dämliche Pfanne mit Räucherwerk in der Hand. Muss ein wirklich schöner Aufmarsch gewesen sein. Eigentlich sollte Jedem klar sein, was als nächstes passiert.


Und Mose sprach: Daran sollt ihr merken, dass mich der HERR gesandt hat, alle diese Werke zu tun, und dass ich sie nicht tue aus meinem eigenen Herzen: Werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, oder heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich der HERR nicht gesandt; wird aber der HERR etwas Neues schaffen, dass die Erde ihren Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was sie haben, dass sie lebendig hinunter zu den Toten fahren, so werdet ihr erkennen, dass diese Leute den HERRN gelästert haben. Und als er alle diese Worte beendet hatte, zerriss die Erde unter ihnen und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Sippen, mit allen Menschen, die zu Korach gehörten, und mit all ihrer Habe. Und sie fuhren lebendig zu den Toten hinunter mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu und sie kamen um, mitten aus der Gemeinde heraus. Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie dachten: Dass uns die Erde nicht auch verschlinge! Und Feuer fuhr aus von dem HERRN und fraß die zweihundertundfünfzig Männer, die das Räucherwerk opferten.

- Lutherbibel 1984, 4. Buch Moses, Kapitel 16, Vers 28 – 35

Es war ja nun zu erwarten, dass eine solche Anmaßung nicht zu tolerieren war und der Gott des Zorns mal wieder ein Exempel statuieren musste um Moses Volk wieder einmal klar zu machen, dass sie besser brav und folgsam sind.

Es ist ja allgemein bekannt, dass Gott ein echter Fan von leckerem Bratengeruch ist, daher auch die schönen Brandopfer die er sich in Hülle und Fülle opfern lässt. Aber 250 Menschen mit Pfannen voller Räucherwerk zu verbrennen, dass muss wirklich interessant gerochen haben.

Man müsste denken, Moses Anhänger sollten ihre Lektion jetzt begriffen haben. Sie sollten jetzt wissen wer den Ton angibt und dass sie besser spuren sollten. Oder?


Am andern Morgen aber murrte die ganze Gemeinde der Israeliten gegen Mose und Aaron und sie sprachen: Ihr habt des HERRN Volk getötet. Und als sich die Gemeinde versammelte gegen Mose und Aaron, wandten sie sich zu der Stiftshütte: Und siehe, da wurde sie bedeckt von der Wolke und die Herrlichkeit des HERRN erschien. Und Mose und Aaron gingen hin vor die Stiftshütte. Und der HERR redete mit Mose und sprach: Hebt euch hinweg aus dieser Gemeinde; ich will sie im Nu vertilgen! Und sie fielen auf ihr Angesicht. Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tu Feuer hinein vom Altar und lege Räucherwerk darauf und geh eilends zu der Gemeinde und schaffe für sie Sühne; denn der Zorn ist von dem HERRN ausgegangen und die Plage hat angefangen. Und Aaron tat, wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die Gemeinde; und siehe, die Plage hatte schon angefangen unter dem Volk. Da räucherte er und schaffte Sühne für das Volk und stand zwischen den Toten und den Lebenden. Da wurde der Plage gewehrt. Die aber gestorben waren an der Plage, waren vierzehntausendsiebenhundert, außer denen, die mit Korach starben.

- Lutherbibel 1984, 4. Buch Moses, Kapitel 17, Vers 6 – 14

Diese Leute sind wirklich unbelehrbar. Ein paar von ihnen geben Wiederworte oder werden von der Erde verschlungen und mitsamt ihrem Räucherwerk verbrannt. Und sofort beschweren sich andere über die harte Strafe Gottes und beginnen zu murren. Und natürlich führt das nur dazu, dass noch mehr sterben. Manche Menschen werden einfach nie verstehen wann es besser ist, einfach mal den Mund zu halten. Warum können sie Gottes Großartigkeit und Gnade nicht einfach als das akzeptieren was sie ist. Nicht vorhanden.


Und die Moral von der Geschicht,
gehorche und meckere gefälligst nicht.


current mood

14.2.08 21:59


Ekros Bibelstunde Nr. 54


Eigentumsvergehen

Wenn ein Dieb ergriffen wird beim Einbruch und wird dabei geschlagen, dass er stirbt, so liegt keine Blutschuld vor. War aber schon die Sonne aufgegangen, so liegt Blutschuld vor. Es soll aber ein Dieb wiedererstatten; hat er nichts, so verkaufe man ihn um den Wert des Gestohlenen. Findet man bei ihm das Gestohlene lebendig, sei es Rind, Esel oder Schaf, so soll er's zweifach erstatten.


- Lutherbibel 1984, 2. Buch Moses, Kapitel 22, Vers 1 - 3


Also liebe Diebe, hier ein paar gute Tipps für Einbruch- und Diebstahldelikte die ihr an Christen begeht.

1. Lieber Tagsüber einbrechen, da sind die Chancen für ein Überleben deutlich höher.

2. Habt genug Geld in Reserve um im Notfall das Gestohlene zu erstatten, ansonsten droht der Verkauf in die Sklaverei.

3. Habt ihr ohnehin kein Geld das Diebesgut zu erstatten, so stehlt besser gleich richtig wertvolle Dinge. Zum Einen wäre es eine Schande für Kleingeld verkauft zu werden, zum Anderen kauft Euch vielleicht Niemand wenn ihr zu teuer seid.

4. Der wichtigste Rat überhaupt, solltet ihr jemals Tiere stehlen, so tötet sie unbedingt bevor man Euch erwischt. Sonst wird es gleich doppelt so teuer.


Und die Moral von der Geschicht,
bestehlt die Christen besser nicht.


current mood

13.2.08 19:04


Ekros Bibelstunde Nr. 53


Moses erstes Wunder vor dem Pharao

Da gingen Mose und Aaron hinein zum Pharao und taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab hin vor dem Pharao und vor seinen Großen und er ward zur Schlange. Da ließ der Pharao die Weisen und Zauberer rufen und die ägyptischen Zauberer taten ebenso mit ihren Künsten: Ein jeder warf seinen Stab hin, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.


- Lutherbibel 1984, 2. Buch Moses, Kapitel 7, Vers 10 – 12

Aarons Stab verwandelt sich in eine Schlange. So weit, so gut. Wie der Überschrift zu entnehmen ist, ein Wunder. Dasselbe vollbringen die ägyptischen Zauberer aber ebenfalls und auch ihre Stäbe verwandeln sich vor den Augen der Anwesenden in Schlangen. Zugegeben, scheinbar war Aarons Schlange größer als die Schlangen der Ägypter, schon damals war die Größe also von fundamentaler Bedeutung.

Bleibt die Frage, waren die Verwandlungen der ägyptischen Stäbe ebenfalls Wunder, wenn auch Zugegebenerweise kleinere Wunder? Dann muss man sich fragen, welche ägyptischen Götter den Zauberern diese Wunder gewährten, wenn es doch nach Gottes Aussage (“Es kann nur einen geben“) keine anderen Götter neben oder auch unter ihm existieren?

Oder waren die Stabverwandlungen der Ägypter Hexerei, wie die Betitelung als Zauberer nahe legt? Wenn die Ägypter jedoch Hexerei anwendeten um dasselbe zu erreichen, das Aaron zuvor vollbrachte, scheint auch Aaron gezaubert zu haben.

Entweder haben also beide Parteien Wunder vollbracht, oder Beide haben Zauberei verwendet. Jeder der sich einmal an der Lektüre des ebenso unterhaltsamen wie irrsinnigen Werkes Malleus Maleficarum versucht hat weiß jedoch, dass Magie nur deswegen anwendbar ist, weil Gott es zulässt. Seine Beweggründe dafür sind kaum nachvollziehbar, aber man weiß ja dass Gottes Wege unergründbar sind.

Daher können aber göttliche Wunder und Zauberei problemlos gleichgestellt und Beides Gottes Willen beziehungsweise seiner Gnade untergeordnet werden. Also hat entweder Gott den Ägyptern ebenfalls das Wunder der Stabverwandlung gewährt, nur eben im kleineren Umfang um Aarons Macht hervorzuheben, oder er hat zugelassen dass beide Parteien Zauberei betreiben.

Ist die beliebte Textstelle des 22. Kapitels im selben Buch: „Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen.“ also tatsächlich nur auf Frauen bezogen? Und warum überhaupt Schlangen? Nach Gottes Verfluchung der Schlangen im 1. Buch Moses (Verfluchungen zählen natürlich ebenfalls zu der Kategorie Magieanwendung) hätte Gott doch vielleicht eine bessere Wahl treffen sollen. Wie wäre es mit Kaninchen aus dem Hut zaubern? Hätte auch deutlich mehr Stil gehabt.


Und die Moral von der Geschicht,
Wunder und Zauberei unterscheiden sich nicht.


current mood

12.2.08 19:13


Ekros Bibelstunde Nr. 52


Abraham in Gerar

Abraham behauptete von Sara, seiner Frau: Sie ist meine Schwester. Da schickte Abimelech, der König von Gerar, hin und ließ Sara holen. Nachts kam Gott zu Abimelech und sprach zu ihm im Traum: Du musst sterben wegen der Frau, die du dir genommen hast; sie ist verheiratet. Abimelech aber war ihr noch nicht nahe gekommen. Mein Herr, sagte er, willst du denn auch unschuldige Leute umbringen? Hat er mir nicht gesagt, sie sei seine Schwester? Auch sie selbst hat behauptet, er sei ihr Bruder. Mit arglosem Herzen und mit reinen Händen habe ich das getan.
Da sprach Gott zu ihm im Traum: Auch ich weiß, dass du es mit arglosem Herzen getan hast. Ich habe dich ja auch daran gehindert, dich gegen mich zu verfehlen. Darum habe ich nicht zugelassen, dass du sie anrührst. Jetzt aber gib die Frau dem Mann zurück; denn er ist ein Prophet. Er wird für dich eintreten, dass du am Leben bleibst. Gibst du sie aber nicht zurück, dann sollst du wissen: Du musst sterben, du und alles, was dir gehört.
Am Morgen stand Abimelech auf, ließ alle seine Untergebenen rufen und erzählte ihnen alles, was vorgefallen war. Da gerieten die Männer in große Furcht. Nun ließ Abimelech Abraham rufen und stellte ihn zur Rede: Was hast du uns angetan? Womit habe ich denn gegen dich gefehlt, dass du über mich und mein Reich eine so große Sünde bringst? Du hast mir etwas angetan, was man nicht tun darf. Und Abimelech fragte Abraham: Was hattest du vor, als du das tatest?
Abraham entgegnete: Ich sagte mir: Vielleicht gibt es keine Gottesfurcht an diesem Ort und man wird mich wegen meiner Frau umbringen. Übrigens ist sie wirklich meine Schwester, eine Tochter meines Vaters, nur nicht eine Tochter meiner Mutter; so konnte sie meine Frau werden.

- Die Bibel, Einheitsübersetzung, 1. Buch Moses, Kapitel 20, Vers 2 – 12


Ja, das mit dem Ausgeben der eigenen Frau als Schwester ist für Abraham nicht Neues, schon im 12. Kapitel desselben Buches hat er seine (vorherige) Frau Sarai in Ägypten als seine Schwester präsentiert. Damals schnappte sie sich der Pharao prompt und sofort wurde Gott zornig auf ihn. Und auch damals lohnte es sich immens für den guten Abraham, der damals noch Abram hieß.

Denn als Entschuldigung für Etwas, für das er nun wirklich nichts konnte, beschenkte ihn der Pharao mehr als reichlich. Auch König Abimelech zahlte seine unverschuldete Schuld sehr großzügig ab. Eine prima Masche die der gute Abraham da abzieht, mit Gott auf seiner Seite lügt er sich reich.

Aber dieses Mal ist es ja tatsächlich seine Schwester, zumindest seine Halbschwester, also war es ja gar nicht wirklich gelogen. Wie er selbst sagte, war sie die Tochter seines Vaters, aber nicht seiner Mutter, daher konnte er sie zu seiner Frau nehmen. Konnte er wirklich?


Unzuchtverbrechen

Nimmt einer seine Schwester, eine Tochter seines Vaters oder eine Tochter seiner Mutter und sieht ihre Scham und sie sieht die seine, so ist es eine Schandtat. Sie sollen vor den Augen der Söhne ihres Volkes ausgemerzt werden. Er hat die Scham seiner Schwester entblößt; er muss die Folgen seiner Schuld tragen.

- Die Bibel, Einheitsübersetzung, 3. Buch Moses, Kapitel 20, Vers 17


Schwierige Formulierung, darf er sie jetzt heiraten aber nicht nehmen? Oder darf er sie nur nicht nehmen, wenn er dabei ihre Scham sieht. Oder dürfen nur nicht Beide die Scham des jeweils Anderen zur gleichen Zeit sehen?

Nein, trotz der schwammigen Übersetzung sollte klar sein, dass er sie nicht hätte heiraten dürfen und eine Schandtat begangen hat. Oder wie ältere Übersetzungen es viel schöner beschreiben, der Blutschande schuldig ist.

Inzucht ist also böse. Bleibt das altbekannte Problem, einer der (unsäglich vielen) Stolpersteine der Schöpfungslehre. Die ursprüngliche Weltbevölkerung stammt alleine von Adam und Eva ab. Die Spätere ausschließlich von Noah, seinen drei missratenen Söhnen und ihren Frauen. Wahrscheinlich ist dies der Grund dafür, dass Inzucht erst ab dem dritten Buch Moses als Sünde galt und bestraft wurde.


Und die Moral von der Geschicht,
schlaf mit Deiner Schwester nicht.


current mood

10.2.08 21:28


Ekros Bibelstunde Nr. 51


Die Züchtigung als Zeichen väterlicher Liebe

Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet und ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn, / verzage nicht, wenn er dich zurechtweist. Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; / er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat.

- Die Bibel, Einheitsübersetzung, Hebräer, Kapitel 12, Vers 4 – 6


Spielt Euch das Leben also übel mit, so ist dies nur ein Zeichen von Gottes Liebe für Euch. Wenn das Leben aber gut zu Euch ist und Ihr niemals anständige Prügel von Gott bezogen habt, so kann er Euch offensichtlich nicht besonders gut leiden. Züchtigung als Zeichen seiner grenzenlosen Liebe.


Würdet ihr nicht gezüchtigt, wie es doch bisher allen ergangen ist, dann wäret ihr nicht wirklich seine Kinder, ihr wäret nicht seine Söhne. Ferner: An unseren leiblichen Vätern hatten wir harte Erzieher und wir achteten sie. Sollen wir uns dann nicht erst recht dem Vater der Geister unterwerfen und so das Leben haben? Jene haben uns für kurze Zeit nach ihrem Gutdünken in Zucht genommen; er aber tut es zu unserem Besten, damit wir Anteil an seiner Heiligkeit gewinnen. Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Schmerz; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit.

- Die Bibel, Einheitsübersetzung, Hebräer, Kapitel 12, Vers 8 – 11


Durch seine ständigen Züchtigungen, durch die andauernden Schläge die uns das Leben beschert, erlangen wir also Anteil an seiner Heiligkeit. Jede Qual und jeder Schmerz schenkt uns die Frucht des Friedens und der Gerechtigkeit. Gott muss mich wahrhaft lieben.


Und die Moral von der Geschicht,
auf Gottes Liebe bin ich nicht erpicht.


current mood

10.2.08 19:47


Darwin vs. Jesus


Hihi



Hoho


Die Bilder stammen aus einem Artikel von Kreuz.net, katholische Nachrichten für Jedermann (jeden christlich-katholischen Fundamentalisten und Anhänger des "Intelligent Design").


current mood

3.12.07 18:30


Ekros Bibelstunde Nr. 50


David holt die Bundeslade nach Jerusalem

Und David sammelte abermals die ganze junge Mannschaft in Israel, dreißigtausend Mann, und machte sich auf und zog mit dem ganzen Volk, das bei ihm war, nach Baala in Juda, um die Lade Gottes von dort heraufzuholen; diese ist genannt nach dem Namen des HERRN Zebaoth, der über den Cherubim thront. Und sie setzten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen und cholten sie aus dem Hause Abinadabs, der auf dem Hügel wohnte. Usa aber und Achjo, die Söhne Abinadabs, führten den neuen Wagen. Und als sie ihn mit der Lade Gottes aus dem Hause Abinadabs führten, der auf dem Hügel wohnte, und Achjo vor der Lade herging, tanzten David und ganz Israel vor dem HERRN her mit aller Macht im Reigen, mit Liedern, mit Harfen und Psaltern und Pauken und Schellen und Zimbeln.


- Lutherbibel 1984, 2. Buch Samuel, Kapitel 6, Vers 1-5


Der gute König David, ihr wisst schon, der kleine Kerl der Goliath gesteinigt hatte, will die Bundeslade nach Jerusalem bringen.

Dafür nimmt er 30.000 Mann mit, wohl nicht weil er Angst hat dass Jemand das olle Ding stehlen könnte, wer würde das schon freiwillig klauen, sondern eher um eine Art Happening abzuhalten.

Als der Transport begann sangen sie Lieder und spielten mit ihren Musikinstrumenten, ich denke das Ganze war eine Art Vorreiter von Karnevalsumzügen. Hätte ich zu gerne gesehen.


Und als sie zur Tenne Nachons kamen, griff Usa zu und hielt die Lade Gottes fest, denn die Rinder glitten aus. Da entbrannte des HERRN Zorn über Usa, und Gott schlug ihn dort, weil er eine Hand nach der Lade ausgestreckt hatte, so daß er dort starb bei der Lade Gottes.

- Lutherbibel 1984, 2. Buch Samuel, Kapitel 6, Vers 6-7


Also, die dämlichen Rinder scheuen, wahrscheinlich wegen der Karnevalsmusik die überall um sie herum gespielt wird und die Bundeslade droht vom Wagen zu fallen.

Der tapfere Usa griff sofort zu um den Fall zu verhindern, auf dass die Bundeslade nicht beschädigt oder gar zerstört würde. Tja, großer Fehler.

Zum Verständnis, die Bundeslade durfte nur von den Priestern des Volkes Israel aus dem Stamm Levi berührt werden. So ist es eben.

Und Gott kennt auch in Sonderfällen keine Gnade, die edlen Motive und die schnelle Reaktion der armen Usa interessieren ihn nicht, er muss sterben. So wird sein Edelmut belohnt.

Er hätte die dämliche Lade einfach zu Boden fallen lassen, das wäre sicher besser für ihn gewesen. Zweifellos sogar. So ist er eben. Der liebe Gott.


Und die Moral von der Geschicht,
diesem Gott, dem helf ich nicht.


current mood

8.11.07 18:45


Ekros Bibelstunde Nr. 49


Die Schandtat an Dina und das Blutbad zu Sichem

Dina aber, Leas Tochter, die sie Jakob geboren hatte, ging aus, die Töchter des Landes zu sehen. Als Sichem sie sah, der Sohn des Hiwiters Hamor, der des Landes Herr war, nahm er sie, legte sich zu ihr und tat ihr Gewalt an. Und sein Herz hing an ihr, und er hatte das Mädchen lieb und redete freundlich mit ihr. Und Sichem sprach zu seinem Vater Hamor: Nimm mir das Mädchen zur Frau.

- Lutherbibel 1984, 1. Buch Moses, Kapitel 34, Vers 1-4


Klar, miese Sache die Frau einfach zu nehmen und ihr Gewalt anzutun. Aber immerhin hatte er sie lieb und redete freundlich mit ihr. Und will sie heiraten.

Sowohl Jakob, Dinas Vater wie auch ihre Brüder waren mächtig angefressen als sie von dem Vergehen hörten, das der armen Dina angetan wurde.


Da redete Hamor mit ihnen und sprach: Das Herz meines Sohnes Sichem sehnt sich nach eurer Tochter; gebt sie ihm doch zur Frau. Verschwägert euch mit uns; gebt uns eure Töchter und nehmt ihr unsere Töchter und wohnt bei uns. Das Land soll euch offen sein; bleibt und treibt Handel und werdet ansässig. Und Sichem sprach zu ihrem Vater und zu ihren Brüdern: Laßt mich Gnade bei euch finden; was ihr mir sagt, das will ich geben. Fordert nur getrost von mir Brautpreis und Geschenk, ich will's geben, wie ihr's verlangt; gebt mir nur das Mädchen zur Frau.

- Lutherbibel 1984, 1. Buch Moses, Kapitel 34, Vers 8-12


Aus den Worten von Vater und Sohn spricht echte Reue und sie geben sich unglaublich nett und freundlich. Sie wollen sich verschwägern, bieten Geschenke und wollen sogar zu einem Volk mit den Neuankömmlingen zusammenwachsen. Was will man mehr.


Da antworteten Jakobs Söhne dem Sichem und seinem Vater Hamor hinterhältig, weil ihre Schwester Dina geschändet war, und sprachen zu ihnen: Wir können das nicht tun, daß wir unsere Schwester einem unbeschnittenen Mann geben; denn das wäre uns eine Schande. Doch dann wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr uns gleich werdet und alles, was männlich unter euch ist, beschnitten wird. Dann wollen wir unsere Töchter euch geben und eure Töchter uns nehmen und bei euch wohnen und ein Volk sein. Wenn ihr aber nicht einwilligen wollt, euch zu beschneiden, so wollen wir unsere Schwester nehmen und davonziehen. Die Rede gefiel Hamor und seinem Sohn gut. Und der Jüngling zögerte nicht, dies zu tun; denn er hatte großes Gefallen an der Tochter Jakobs. Und er war mehr angesehen als alle in seines Vaters Hause.

- Lutherbibel 1984, 1. Buch Moses, Kapitel 34, Vers 13-19


Wow, alles für die Liebe und die Versöhnung. Sie sind sogar bereit ihr ganzes Volk beschneiden zu lassen, für die Liebe einer Frau und das Wohlwollen ihrer Brüder. Das nenne ich mal Aufopferung. Sie befahlen also ihrem ganzen Volk die Massenbeschneidung, der lieben Nachbarn willen. Man sollten wirklich denken, dass jetzt alles in Ordnung ist.


Und sie gehorchten dem Hamor und Sichem, seinem Sohn, alle, die zum Tor seiner Stadt aus- und eingingen, und beschnitten alles, was männlich war, das zu seiner Stadt aus- und einging. Aber am dritten Tage, als sie Schmerzen hatten, nahmen die zwei Söhne Jakobs Simeon und Levi, die Brüder der Dina, ein jeder sein Schwert und überfielen die friedliche Stadt und erschlugen alles, was männlich war, und erschlugen auch Hamor und seinen Sohn Sichem mit der Schärfe des Schwerts und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon. Da kamen die Söhne Jakobs über die Erschlagenen und plünderten die Stadt, weil man ihre Schwester geschändet hatte, und nahmen ihre Schafe, Rinder, Esel und was in der Stadt und auf dem Felde war und alle ihre Habe; alle Kinder und Frauen führten sie gefangen hinweg und plünderten alles, was in den Häusern war.

- Lutherbibel 1984, 1. Buch Moses, Kapitel 34, Vers 24-29


Ja, so kann es einem gehen. Das ist eben die Strafe wenn man zu nett ist, am Ende zahlt man eben dafür. Als Einziger war Jakob nicht glücklich über den Ausgang der ganzen Sache.


Aber Jakob sprach zu Simeon und Levi: Ihr habt mich ins Unglück gestürzt und in Verruf gebracht bei den Bewohnern dieses Landes, den Kanaanitern und Perisitern, und ich habe nur wenige Leute. Wenn sie sich nun gegen mich versammeln, werden sie mich erschlagen. So werde ich vertilgt samt meinem Hause. Sie antworteten aber: Durfte er denn an unserer Schwester wie an einer Hure handeln?

- Lutherbibel 1984, 1. Buch Moses, Kapitel 34, Vers 30-31


Selbst dem guten Jakob, Gottes zu dieser Zeit bevorzugtem Sklaven, sind die Morde an allen Männern und die Versklavung sämtlicher Frauen völlig gleichgültig, er macht sich nur Sorgen um sein eigenes Leben.

Sehr großmütig. Und immer dran denken. Ein Bestrafung sollte dem Vergehen angemessen sein und eine Hure ist nicht gleichzusetzen mit einem Opfer einer Vergewaltigung. Habe ich bisher zumindest immer gedacht.


Und die Moral von der Geschicht,
beschneiden lasse ich mich nicht.


current mood

6.11.07 18:09


Ekros Bibelstunde Nr. 48


Die Frau im Gottesdienst

Ich lasse euch aber wissen, daß Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.


- Lutherbibel 1984, 1. Korinther, Kapitel 11, Vers 3


Na gut, dass sollte jetzt eigentlich Niemanden überraschen, Gott hat nie wirklich viel von Frauen gehalten. Und hat daher eine klare Rangfolge etabliert. Weiterhin gibt es wichtige Regeln die zu beachten sind.


Ein jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und hat etwas auf dem Haupt, der schändet sein Haupt. Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren. Will sie sich nicht bedecken, so soll sie sich doch das Haar abschneiden lassen! Weil es aber für die Frau eine Schande ist, daß sie das Haar abgeschnitten hat oder geschoren ist, soll sie das Haupt bedecken.

- Lutherbibel 1984, 1. Korinther, Kapitel 11, Vers 4-6


Also ganz klar, Kopftuchpflicht für Frauen, zumindest beim Beten. Bis auf Nonnen scheint sich aber Niemand daran zu halten, überall auf der Welt beten dauernd Frauen ohne ihr Haupt bedeckt zu haben. Was für eine Schande.

Alternativ könnte die Frau, die beten will, natürlich auch das Haupt kahl scheren lassen, aber dass wäre natürlich eine Schande für sie. Ziemlich miese Sachen. Wahrscheinlich werden diese Gebete, die ganz klar nicht den Regeln entsprechen schlichtweg von Gott ignoriert. Im Gegensatz zu den Gebeten die den Regeln entsprechen, die erhört Gott natürlich immer.

Aber warum gibt es diese Kopftuchpflicht für Frauen beim Beten? Die Bibel gibt natürlich auch Antwort auf diese Frage.


Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, denn er ist Gottes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Mannes Abglanz. Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau von dem Mann. Und der Mann ist nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen.

- Lutherbibel 1984, 1. Korinther, Kapitel 11, Vers 7-9


Die Erklärung ist eindeutig. Sie erklärt zwar im Grunde nichts, wie die meisten Erläuterungen die man in der Bibel findet, dennoch hört sich das mit dem Abglanz toll an. Und vielleicht wäre Alles anders, wenn der Mann aus einer Rippe der Frau gemacht worden wäre.

Nach einer solchen, sehr genauen Klarstellung, bleibt also nur noch Eines.


Urteilt bei euch selbst, ob es sich ziemt, daß eine Frau unbedeckt vor Gott betet.

- Lutherbibel 1984, 1. Korinther, Kapitel 11, Vers 13


Urteilt selbst. Urteilt nachdem Euch zuvor genau die Tatsachen offenbart wurden, entscheidet selbst ob ihr Gottes Vorgaben einhalten wollt, oder Nichts auf seine Gebote gebt.

Es gibt aber auch noch eine dritte Möglichkeit für Frauen. Neben dem Beten mit Kopftuch und dem Beten mit kahl geschorenem Kopf, könnte man das Beten auch einfach lassen.


Und die Moral von der Geschicht,
beim Beten herrscht halt Kopftuchpflicht.


current mood

31.10.07 17:10


Ekros Bibelstunde Nr. 47


Von den anvertrauten Pfunden

Und er sprach zu denen, die dabeistanden: Nehmt das Pfund von ihm und gebt's dem, der zehn Pfund hat. Und sie sprachen zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn Pfund. Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.


- Lutherbibel 1984, Lukas, Kapitel 19, Vers 24-26


Ein nettes Gleichnis das Jesus erzählte, zweifellos um seinen Zuhörern wichtige Werte zu vermitteln. Scheinbar war Jesus ein wahrer Vorreiter des Kapitalismus.

Wer reich ist wird noch reicher, wer arm ist wird noch ärmer. Viel besser als Jesus konnte man es gar nicht formulieren. Die Aussage ist sonnenklar, ganz im Gegensatz zu dem sonstigen Kram den er so von sich gegeben hat.

Der Kapitalismus, wie er heute in der westlichen Welt zur Vollkommenheit gereift ist, ist also Jesus und damit auch Gottes Wille. Wenn ihr also gute Christen seid, seht zu dass ihr noch reicher werdet und ein paar arme Menschen noch ärmer macht. Gott will es so.


Und die Moral von der Geschicht,
Raffgier wird zur Gottespflicht.


Update:

Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, daß ich ihr König werde, bringt her und macht sie vor mir nieder.

- Lutherbibel 1984, Lukas, Kapitel 19, Vers 27


Der direkt anschließende Vers. Er hat im Grunde nichts mit dem vorhergegangenen Gleichnis zu tun. Aber wahrscheinlich erschien die Geschichte Jesus einfach als zu nett. Oder zu unblutig. Eine Geschichte ohne Mord und Totschlag ist ja auch langweilig.

Daher hat er dann einfach noch diesen netten Spruch eingefügt. Sein Vater wäre sicher stolz auf ihn. Wie kann es auch Jemand wagen dagegen zu sein, dass er König wird


Und die zweite Moral von der Geschicht,
ganz ohne Tote geht es nicht.


current mood

30.10.07 18:11


Ekros Bibelstunde Nr. 46


Simsons Streit mit den Philistern

Es begab sich aber nach einigen Tagen, um die Weizenernte, daß Simson seine Frau besuchte mit einem Ziegenböcklein. Und als er dachte: Ich will zu meiner Frau in die Kammer gehen, da wollte ihn ihr Vater nicht hineinlassen und sprach: Ich meinte, du bist ihrer ganz überdrüssig geworden, und ich habe sie deinem Gesellen gegeben. Sie hat aber eine jüngere Schwester, die ist schöner als sie; die nimm statt ihrer. Da sprach Simson zu ihnen: Diesmal bin ich frei von Schuld, wenn ich den Philistern Böses tue.


- Lutherbibel 1984, Kapitel 15, Vers 1-3


Simson ist ein ziemlich krasser Typ, bereits direkt nach seiner Geburt von Gott gesegnet, wird er dauernd vom Geist des Herrn besessen, was meist dazu führt, dass er ziemlich durch die Gegend wütet und dabei massig Leute erschlägt. Meist ohne wirklich einen richtigen Grund dafür zu haben. Also eher wie der Hulk, der sich auch nicht kontrollieren kann, wenn er wütend ist.

Diesmal hat er natürlich einen mehr als guten Grund sauer zu sein. Von seinem Schwiegervater nicht mehr in die Kammer seiner Frau gelassen zu werden und zu erfahren dass der Kerl seine Frau an einen Anderen abgetreten hat. Noch dazu an einen Kumpel von Simson.

Simson hätte natürlich einfach die jüngere und hübschere Schwester nehmen können. Aber weit gefehlt, er mag ein psychopathischer Mörder sein, aber seiner Frau ist er treu. Außerdem scheint sein Schwiegervater ihm sogar einen Gefallen getan zu haben. Jetzt kann er den Philistern endlich Böses antun, ohne dass ihn daran Schuld trifft. Darauf hat er doch nur gewartet.


Und Simson ging hin und fing dreihundert Füchse, nahm Fackeln und kehrte je einen Schwanz zum andern und tat eine Fackel je zwischen zwei Schwänze und zündete die Fackeln an und ließ die Füchse in das Korn der Philister laufen und zündete so die Garben samt dem stehenden Korn an und Weinberge und Ölbäume.

- Lutherbibel 1984, Kapitel 15, Vers 4-5


Simson ist ein wahrer Teufel. Er nimmt also 300 Füchse, zündet 150 Fackeln und damit die Schwänze der Füchse an, mit dem Plan die gesamte Kornernte, die Weinberge und die Ölbäume abzufackeln. Und dieser geniale Plan funktioniert sogar noch.

Ich nehme mal an, dass Simson als einer von Gottes bevorzugten Superhelden über die Gabe verfügte, Füchse zu beherrschen (Fuchsflüsterer). Sonst wäre das sicher ein sehr schweres Unterfangen geworden. Mal abgesehen davon, dass es nicht gerade nett den Füchsen gegenüber war. Und jetzt? Alles gut?


Da sprachen die Philister: Wer hat das getan? Da sagte man: Simson, der Schwiegersohn des Timnaïters, weil er ihm seine Frau genommen und seinem Gesellen gegeben hat. Da zogen die Philister hin und verbrannten sie samt ihrer Familie mit Feuer. Simson aber sprach zu ihnen: Wenn ihr das tut, so will ich nicht ruhen, bis ich mich an euch gerächt habe. Und er schlug sie zusammen mit mächtigen Schlägen und zog hinab und wohnte in der Felsenkluft von Etam.

- Lutherbibel 1984, Kapitel 15, Vers 6-8


Man hätte ja denken können, Simson wäre zufrieden, das Problem mit seiner Frau und ihrem boshaften Vater hatte sich erledigt. Er aber setzte seine Superkräfte ein, schlägt sie zusammen und wohnt fortan in einer Höhle. Warum auch immer er jetzt in einer Höhle wohnen will, wahrscheinlich ist es Gottes Wille.

Damit ist die Geschichte natürlich nicht zu Ende. Die Philister waren ziemlich angefressen und zogen hinauf nach Lehi, wo sich all das abgespielt hatte, mit dem Ziel Simson gefangen zu nehmen.

Die Menschen aus Juda, die eigentlichen Leidtragenden der Geschichte, beschlossen Simson auszuliefern. Dafür zogen sie mit 3000 Mann zu Simsons Höhle um ihn zu fesseln und den Philistern zu übergeben.

Nachdem sich Simson von den Judäern schwören ließ, dass sie ihm selbst nichts antun würden, lies er sich fesseln und zu den Philistern bringen.


Und als er nach Lehi kam, jauchzten die Philister ihm entgegen. Aber der Geist des HERRN geriet über ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Fäden, die das Feuer versengt hat, so daß die Fesseln an seinen Händen zerschmolzen. Und er fand einen frischen Eselskinnbacken. Da streckte er seine Hand aus und nahm ihn und erschlug damit tausend Mann.

- Lutherbibel 1984, Kapitel 15, Vers 14-15


Das hätte ich zu gerne gesehen. Mal wieder fährt der Geist Gottes in ihn, er wird zum Christenhulk und erschlägt 1000 Mann mit einem Eselsknochen. Sicher eine echt filmreiche Aktion. Wie schon gesagt, Simson ist ein echt krasser Typ.


Und die Moral von der Geschicht,
verderb`s Dir mit Gottes Superhelden nicht.


current mood

30.10.07 18:56


Ekros Bibelstunde Nr. 45


Gesetz für die Priester

Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage zu Aaron: Wenn einer deiner Nachkommen in künftigen Geschlechtern einen Fehler hat, der soll nicht herzutreten, um die Speise seines Gottes zu opfern. Denn keiner, an dem ein Fehler ist, soll herzutreten, er sei blind, lahm, mit einem entstellten Gesicht, mit irgendeiner Mißbildung oder wer einen gebrochenen Fuß oder eine gebrochene Hand hat oder bucklig oder verkümmert ist oder wer einen weißen Fleck im Auge hat oder Krätze oder Flechten oder beschädigte Hoden hat. Wer nun unter Aarons, des Priesters, Nachkommen einen Fehler an sich hat, der soll nicht herzutreten, zu opfern die Feueropfer des HERRN; denn er hat einen Fehler. Darum soll er sich nicht nahen, um die Speise seines Gottes zu opfern. Doch essen darf er die Speise seines Gottes, vom Heiligen und vom Hochheiligen. Aber zum Vorhang soll er nicht kommen noch zum Altar nahen, weil ein Fehler an ihm ist, damit er nicht entheilige mein Heiligtum; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.


- Lutherbibel 1984, 3. Buch Moses, Kapitel 21, Vers 16-23


Gott liebt alle Menschen. Vor Gott sind alle Menschen gleich. Nur Manche sind eben ein wenig Gleicher als Andere. Und Manche sind es eben nicht Wert vor Gottes Altar zu treten.

Nicht aufgrund ihrer Taten, nicht aufgrund eines unaufrichtigen Glaubens oder begangener Sünden. Sondern weil sie einen Fehler haben. Einen Fehler den sie höchstwahrscheinlich sogar Gott zu verdanken haben.

Aber immerhin bekommen sie ja trotzdem Etwas zu essen und Gott lässt sie auch nicht gleich abschlachten oder in Lager stecken, aber seine Ablehnung gegenüber „Fehlerhaften“ ist sehr offensichtlich.

Diese „Unreinen“ dürfen sich nicht dem Altar nahen, damit er nicht das Heiligtum entheiligt, denn er ist der Herr, der sie heiligt. Logisch und Nachvollziehbar. Seine „reinen“ Gläubigen mag Gott eben wie seine Opfer. Ohne einen Fehler.


Und die Moral von der Geschicht,
Behinderte und Kranke mag Gott nicht.


current mood

28.10.07 17:24


Ekros Bibelstunde Nr. 44


Entzweiungen um Jesu willen

Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.


- Lutherbibel 1984, Matthäus, Kapitel 10, Vers 34-35


Jesus ist also nicht zu uns gekommen um uns Frieden zu bringen, sondern Zwist und Kampf. Er will Familien entzweien und Unfrieden stiften. Er kommt eben nach seinem Vater, zumindest wenn man davon ausgehen kann, dass Jesus tatsächlich der Sohn des Zorngottes ist.

Leider geht aus dieser Bibelstelle nicht im Geringsten hervor, warum Jesus solchen Unfrieden in den Familien stiften will. Aber es muss wohl persönlich um ihn gehen, denn letztlich geht es in dem Kapitel um „Entzweiungen um Jesu willen“.


Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.

- Lutherbibel 1984, Matthäus, Kapitel 10, Vers 37


Gut, dann wird es natürlich langsam klar. Jesus kommt tatsächlich nach dem Gott des Zorns, sein Vater wäre sich stolz auf ihn. Er ist genauso eifersüchtig wie sein alter Herr. Er will die Liebe der Menschen für sich, für sich allein.

Jeder der seine Eltern oder seine eigenen Kinder mehr liebt als ihn, ist seiner nicht wert. Jesus benimmt sich tatsächlich wie sein Vater, sprich wie ein zänkisches kleines Kind, das alles für sich haben will. Ich will, ich will, ich will. Und wehe Jemand liebt einen Anderen mehr als mich.

Das ist natürlich auch der Grund für die Entzweiung, erst einen Keil zwischen die Familien treiben, damit man dann leichtes Spiel mit den Streithähnen hat und sich in ihrer Liebe sonnen kann. Wie kann man nur so krankhaft Liebesbedürftig sein. Wie der Vater so der Sohn.


Und die Moral von der Geschicht,
Jesus ist ein Egoist.


current mood

27.10.07 19:48


Ekros Bibelstunde Nr. 43

Viele Christen beteuern gute Christen zu sein. Viele Christen beteuern ebenfalls bibeltreue Christen zu sein. Und es gibt Christen die halten sich nach eigenen Angaben streng an die Vorgaben der Bibel. Aber schauen wir doch einmal wie es wäre, ein guter und bibeltreuer Christ zu sein, der sich an den Wortlaut der Bibel hält. Netterweise verwenden wir für diesen Blick auf das Christentum die stark geschnittene und beschönigte Lutherbibel von 1984.

Punkt 1, ein Christ hat das Recht seine Tochter jederzeit als Sklavin zu verkaufen.

Verkauft jemand seine Tochter als Sklavin, so darf sie nicht afreigelassen werden wie die Sklaven.

- Lutherbibel 1984, 2. Buch Moses, Kapitel 21, Vers 7


Punkt 2, Christen dürfen Einbrecher töten. Zumindest wenn die Sonne noch nicht aufgegangen ist.

Wenn ein Dieb ergriffen wird beim Einbruch und wird dabei geschlagen, daß er stirbt, so liegt keine Blutschuld vor.

- Lutherbibel 1984, 2. Buch Moses, Kapitel 22, Vers 1


Punkt 3, gute Christen töten Jeden, der es wagt an Samstagen, nach manchen Auslegungen auch an Sonntagen, wagt zu arbeiten.

Sechs Tage sollt ihr arbeiten, den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat völliger Ruhe, heilig dem HERRN. Wer an diesem Tag arbeitet, soll sterben.

- Lutherbibel 1984, 2. Buch Moses, Kapitel 35, Vers 2


Punkt 4, Christen töten jeden der Blutwurst ist.

Jeder, der Blut ißt, wird ausgerottet werden aus seinem Volk.

- Lutherbibel 1984, 3. Buch Moses, Kapitel 7, Vers 27


Punkt 5, Hummer, Krabben, Muscheln und die meisten anderen Meeresfrüchte sind für Christen absolut tabu.

Alles aber, was nicht Flossen und Schuppen hat im Meer und in den Bächen von allem, was sich regt im Wasser, und allem, was lebt im Wasser, soll euch ein Greuel sein.

- Lutherbibel 1984, 3. Buch Moses, Kapitel 11, Vers 10


Punkt 6, Christen tragen niemals Kleidung die mit mehr als einer Art Faden hergestellt wurde.

Meine Satzungen sollt ihr halten: Laß nicht zweierlei Art unter deinem Vieh sich paaren und besäe dein Feld nicht mit zweierlei Samen und lege kein Kleid an, das aus zweierlei Faden gewebt ist.

- Lutherbibel 1984, 3. Buch Moses, Kapitel 19, Vers 19


Punkt 7, Christenmänner schneiden sich weder Haare noch Bart. Christenhippies.

Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rundherum abschneiden noch euren Bart stutzen.

- Lutherbibel 1984, 3. Buch Moses, Kapitel 19, Vers 27


Punkt 8, Wer fremd geht, stirbt. Jeder gute Christ hat schlichtweg die Pflicht diesen Mord auszuführen.

Wenn jemand die Ehe bricht mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide des Todes sterben, Ehebrecher und Ehebrecherin, weil er mit der Frau seines Nächsten die Ehe gebrochen hat.

- Lutherbibel 1984, 3. Buch Moses, Kapitel 20, Vers 10


Punkt 9, Christen töten jeden der den Namen des Herrn lästert.

Wer des HERRN Namen lästert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Ob Fremdling oder Einheimischer, wer den Namen lästert, soll sterben.

- Lutherbibel 1984, 3. Buch Moses, Kapitel 24, Vers 16


Punkt 10, Sklavenhaltung ist für gute Christen absolut in Ordnung.

Willst du aber Sklaven und Sklavinnen haben, so sollst du sie kaufen von den Völkern, die um euch her sind.

- Lutherbibel 1984, 3. Buch Moses, Kapitel 25, Vers 44


Punkt 11, ist die Tochter unkeusch hat jeder gute Christenvater das Recht sie steinigen zu lassen. Das Recht? Nein, die Pflicht.

Ist's aber die Wahrheit, daß das Mädchen nicht mehr Jungfrau war, so soll man sie heraus vor die Tür des Hauses ihres Vaters führen, und die Leute der Stadt sollen sie zu Tode steinigen, weil sie eine Schandtat in Israel begangen und in ihres Vaters Hause Hurerei getrieben hat; so sollst du das Böse aus deiner Mitte wegtun.

- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 25, Vers 20-21


Das ließe sich noch sehr lange fortführen, die Pflichten und Recht bibeltreuer Christen sind sehr vielschichtig.

Abschließend kann man sagen: Bibeltreue Christen sind sicher gute Christen. Aber ganz sicher sind sie keine guten Menschen.


Und die Moral von der Geschicht,
ein Christ bin und werd ich nicht.


current mood

26.10.07 23:12


Ekros Bibelstunde Nr. 42


Wer in die Gemeinde des HERRN nicht aufgenommen werden darf

Kein Entmannter oder Verschnittener soll in die Gemeinde des HERRN kommen.


- Lutherbibel 1984, 5. Buch Moses, Kapitel 23, Vers 2


Das ist ja schon echt mies. Da verliert man sein bestes Stück, für viele Männer sicher der finale Grund doch noch sein Heil im Glauben zu suchen und Hoffnung in der Gemeinde des Herrn zu empfangen doch dann wird einem der Eintritt verwehrt.

Da fragt man sich doch: Warum nur? Immerhin sinkt die Chance auf zukünftige Sünden um einen nicht unerheblichen Teil, aber dem Herrn ist man nicht mehr willkommen. Das ist einfach nicht fair.

Um bei dieser Gelegenheit nochmals die Unterschiede zwischen verschiedenen Versionen der Bibel aufzuzeigen, hier ein paar Formulierungen die in anderen Versionen verwendet werden.


In die Versammlung des Herrn darf keiner aufgenommen werden, dessen Hoden zerquetscht sind oder dessen Glied verstümmelt ist.

- Einheitsübersetzung, 5. Buch Moses, Kapitel 23, Vers 2


Es soll keiner, dem die Hoden zerstoßen sind oder der Harnstrang abgeschnitten ist, in die Versammlung Jehovas kommen.

- Eberfelder Bibel 1871, 5. Buch Moses, Kapitel 23, Vers 1


Wenn die Gemeinde des Herrn sich zum Gottesdienst versammelt, darf keiner dabei sein, der kastriert oder dessen Zeugungsglied abgeschnitten worden ist.

- Gute Nachricht Bibel, 5. Buch Moses, Kapitel 23, Vers 1


Welche Formulierung man auch immer vorzieht (ich finde die mit den zerquetschten Hoden am Besten), die Ungerechtigkeit bleibt. Für viele Männer wäre dieses Unglück ohnehin schon ein Grund sich nur noch für einen halben Mann zu halten. Aber muss er sich jetzt auch noch für einen halben Christ halten?


Und die Moral von der Geschicht,
Gott mag kastrierte Männer nicht.


current mood

26.10.07 22:25


Ekros Bibelstunde Nr. 41


Die Flucht nach Ägypten

Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen. Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten.


Lutherbibel 1984, Matthäus, Kapitel 2, Vers 13-15


Es kommt also ein Engel um Josef vor dem bösen Herodes zu warnen, der den kleinen Jesus töten will. Herodes hatte nämlich von den verräterischen Weisen aus dem Morgenland erfahren, dass ein neuer König der Juden geboren werden sollte, weil die Sterne gerade richtig dafür stehen. So in Etwa.

Nach einer Schelte Gottes sagten die Weisen Herodes jedoch nicht, um welches Kind es sich handelte, so dass Josef mit seiner Frau und dem kleinen Jesus nach Ägypten fliehen konnte, eines von Gottes absoluten Lieblingsländern.

Respekt hier noch mal vor dem großmütigen Josef, der trotz des offensichtlichen Fehltritts seiner Frau gewillt ist, sie und seinen unehelichen Sohn zu beschützen und vor Herodes Handlangern zu bewahren.



Der Kindermord des Herodes

Als Herodes nun sah, daß er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte.


Lutherbibel 1984, Matthäus, Kapitel 2, Vers 16


Im Klartext: Gott nötigt die Weisen Herodes nicht zu verraten wer der neue Messias im Lande ist, dann schickt er einen Engel um Josef zu warnen und lässt den kleinen Jesus ins schöne Ägypten bringen. Daraufhin ließ Herodes alle Kinder im Lande töten, die zwei Jahre oder jünger waren.

Es mussten also zahllose Kinder getötet werden um Gottes Sohn, oder wessen Sohn er auch immer er war, zu retten. Hätte Gott, oder sein Botenengel in seinem Auftrag, nicht auch die anderen Eltern warnen können, offensichtlich wusste er ja was geschehen würde, gerade wenn man dem Mythos glauben mag, er sei Allwissend. Aber die anderen Kinder waren ihm offensichtlich völlig egal, er nahm ihren Tod in Kauf um den kleinen Jesus zu retten.

Wer ist hier jetzt für wessen Sünden gestorben?


Und die Moral von der Geschicht,
Gott interessieren andere Kinder nicht.


current mood

24.10.07 18:39


Ekros Bibelstunde Nr. 40


Der Untergang der großen Hure Ninive

Weh der mörderischen Stadt, die voll Lügen und Räuberei ist und von ihrem Rauben nicht lassen will! Denn da wird man hören die Peitschen knallen und die Räder rasseln und die Rosse jagen und die Wagen rollen. Reiter rücken herauf mit glänzenden Schwertern und mit blitzenden Spießen. Da liegen viele Erschlagene, eine Unzahl von Leichen; ihrer ist kein Ende, so daß man über sie fallen muß. Das alles um der großen Hurerei willen der schönen Hure, die mit Zauberei umgeht, die mit ihrer Hurerei die Völker und mit ihrer Zauberei Land und Leute an sich gebracht hat.


- Lutherbibel 1984, Nahum, 3. Kapitel, Vers 1-4


Wie bereits angekündigt: Niemals vergeben, Niemals vergessen. Der Gott des Zorns serviert seine Rache am liebsten kalt, genau dann wenn sich Alle in Sicherheit wiegen und nicht mit einem Vergeltungsschlag Gottes rechnen.

Ja, so ist er eben, hinterhältig und verschlagen, aber hauptsächlich nachtragend. Wahrscheinlich ist Jona nicht mehr unter den Lebenden, solange hat Gott seine Rache zurückhalten können, jetzt ist die Zeit der Abrechnung gekommen.

Und wie wird der Rachegott diesmal zuschlagen? Feuerregen? Plagen? Ermordung der Kinder? Eulen? Nein, diesmal hat Gott sich etwas ganz besonders ausgedacht und er macht es selbst. Selbst ist der Gott.


Siehe, ich will an dich, spricht der HERR Zebaoth; ich will dir den Saum deines Gewandes aufdecken über dein Angesicht und will den Völkern deine Blöße und den Königreichen deine Schande zeigen. Ich will Unrat auf dich werfen und dich schänden und ein Schauspiel aus dir machen

- Lutherbibel 1984, Nahum, 3. Kapitel, Vers 5-6


Krass. Erst die Klamotten vom Leibe reißen, aller Welt die Nacktheit und, wie Gott es nennen würde, die Scham zeigen, sie dann mit Schmutz bewerfen und sie anschließend schänden? Also wirklich Gott, ich hab gedacht, Du hättest zumindest ein wenig Stil.


Und die Moral von der Geschicht,
zusehen will ich da ganz sicher nicht.


current mood

19.10.07 18:07


Ekros Bibelstunde Nr. 39


Jonas Berufung und Flucht vor Gott

Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais: Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen. Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem HERRN nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er Fährgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren und dem HERRN aus den Augen zu kommen.


- Lutherbibel 1984, Jona, 1. Kapitel, Vers 1-3


Ich hätte auch keine Lust gehabt, nur weil der Gott des Zorns es sagt, eine ganze Stadt anzupöbeln. Dennoch hätte Jona schlauer sein können, immerhin hätte er sich doch denken können, dass Gott nicht bittet, sondern befiehlt.

Und jeder weiß wie unglaublich nachtragend dieser jähzornige Gott ist, der von sich selbst zahllose Male behauptet und auch bewiesen hat, dass er Ungehorsam weder vergibt, noch vergisst.


Da ließ der HERR einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, daß man meinte, das Schiff würde zerbrechen.

- Lutherbibel 1984, Jona, 1. Kapitel, Vers 4


Ganz ehrlich. Wer hat denn nicht damit gerechnet. Und das Gott mal wieder einen Haufen Unschuldiger mit reinzieht ist nicht nur typisch für ihn, es gehört für ihn schlichtweg zum guten Ton, er war noch nie gut darin Kolateralschäden zu vermeiden.

Aber Jona war ein guter Mann, er erkannte natürlich dass nur er alleine die Schuld für dieses Unwetter trug, wer auch sonst. Daher übernahm er nicht nur die Verantwortung, er hatte auch gleich einen hilfreichen Vorschlag:


Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer still werden und von euch ablassen. Denn ich weiß, daß um meinetwillen dies große Ungewitter über euch gekommen ist.

- Lutherbibel 1984, Jona, 1. Kapitel, Vers 12


Sehr nobel. Da die Bibel kein Hollywoodfilm ist, wo Rufe wie:“Nein, das können wir nicht machen.“, oder „Wir stehen das zusammen durch.“ sehr beliebt sind, gab es nur eine logische Reaktion der Seeleute auf dieses Angebot:


Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten.

- Lutherbibel 1984, Jona, 1. Kapitel, Vers 15


Gut. Ende der Geschichte? Aber nicht doch, das wäre doch viel zu einfach...


Jonas Gebet

Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches.


- Lutherbibel 1984, Jona, 2. Kapitel, Vers 1-2


Nach drei Tage in einem gottverdammten, ich meine natürlich gottgefälligen, Fisch würde ich wohl auch beten und meinen Widerstand aufgeben. So wie Jona. Der ist plötzlich doch bereits alles zu tun, was der Gott der Rachsucht und der Fischattacken ihm aufträgt.


Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen. Meine Gelübde will ich erfüllen dem HERRN, der mir geholfen hat. Und der HERR sprach zu dem Fisch, und der spie Jona aus ans Land.

- Lutherbibel 1984, Jona, 2. Kapitel, Vers 10-11


Dem Herrn der mir geholfen hat? Was für ein verdammter Heuchler, ohne Gott wäre er doch überhaupt nicht in diese schreckliche Lage gekommen. Es hat eher etwas von einer Erpressung als von Hilfe. Aber immerhin ist er aus dem ollen Fisch rausgekommen, bei Gott hilft schleimen also gelegentlich.


Jonas Predigt und Ninives Buße

Und es geschah das Wort des HERRN zum zweitenmal zu Jona: Mach dich auf, geh in die große Stadt Ninive und predige ihr, was ich dir sage!


- Lutherbibel 1984, Jona, 3. Kapitel, Vers 1-2


Keine Frage, den Fehler nicht auf Gott zu hören macht Jona nicht noch einmal, der Fisch hat ihm sicher ganz schön den Kopf gewaschen. Also geht Jona in der gigantischen Stadt predigen.


Und als Jona anfing, in die Stadt hineinzugehen, und eine Tagereise weit gekommen war, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und ließen ein Fasten ausrufen und zogen alle, groß und klein, den Sack zur Buße an.

- Lutherbibel 1984, Jona, 3. Kapitel, Vers 4-5


Damit hätte Niemand rechnen können, selbst Jona dürfte sichtlich überrascht sein. Die Menschen glauben ihm nicht nur, sie bereuen auch und versuchen sich zu ändern. Aber das wirklich Unglaubliche kommt noch:


Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat's nicht.

- Lutherbibel 1984, Jona, 3. Kapitel, Vers 10


Nein, das ist kein Scherz, lest es selber nach wenn ihr mir nicht glaubt, aber Gott verschont die armen Sünder. Dann sollte ja jetzt eigentlich alles in Ordnung sein, Alle sollten restlos zufrieden sein. Ist aber nicht so.


Jonas Unmut und Gottes Antwort

Das aber verdroß Jona sehr, und er ward zornig und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, das ist's ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war, weshalb ich auch eilends nach Tarsis fliehen wollte; denn ich wußte, daß du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und läßt dich des Übels gereuen. So nimm nun, HERR, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben.


- Lutherbibel 1984, Jona, 4. Kapitel, Vers 1-3


Aber kleiner Jona, die Zeit im Inneren des Fisches müssen seinen Verstand ganz schön verwirrt haben. Ziemlich durchgeknallt der Kerl. Und wie dankt Gott es ihm?


Gott der HERR aber ließ eine Staude wachsen; die wuchs über Jona, daß sie Schatten gäbe seinem Haupt und ihm hülfe von seinem Unmut. Und Jona freute sich sehr über die Staude. Aber am Morgen, als die Morgenröte anbrach, ließ Gott einen Wurm kommen; der stach die Staude, daß sie verdorrte. Als aber die Sonne aufgegangen war, ließ Gott einen heißen Ostwind kommen, und die Sonne stach Jona auf den Kopf, daß er matt wurde...

- Lutherbibel 1984, Jona, 4. Kapitel, Vers 6-8


Ja, Gott ist großartig und er hat echt Sinn für Humor. Aber was er eigentlich sagen wollte, ist: „Der Herr hat es gegeben, der Herr kann es jederzeit wieder nehmen.“ Genau wie die Gnade die er Ninive geschenkt hat. Zwei Bücher später vollzieht er seine fruchtbare Rache an dieser Stadt nämlich, oder hattet ihr wirklich geglaubt, Gott wäre weich geworden? Nein, er verschont die Stadt nur kurz, schenkt ihr eine Gnadenfrist. Meiner Meinung nach nur um Jona ein Wenig zu ärgern.


Und die Moral von der Geschicht,
flieh vor Gottes Willen nicht.


current mood

19.10.07 18:51


Ekros Bibelstunde Nr. 38


Hoseas Ehe - das Zeichen für die Untreue Israels

Als der HERR anfing zu reden durch Hosea, sprach er zu ihm: Geh hin und nimm ein Hurenweib und Hurenkinder; denn das Land läuft vom HERRN weg der Hurerei nach. Und er ging hin und nahm Gomer, die Tochter Diblajims, zur Frau; die ward schwanger und gebar ihm einen Sohn. Und der HERR sprach zu ihm: Nenne ihn Jesreel; denn es ist nur noch eine kurze Zeit, dann will ich die Blutschuld von Jesreel heimsuchen am Hause Jehu und will mit dem Königreich des Hauses Israel ein Ende machen.


- Lutherbibel 1984, Hosea, Kapitel 1, Vers 2-5


Was ist nur los mit diesem Gott? Er fordert seinen neuen Propheten dazu auf eine Hure zu heiraten und Hurenkinder zu zeugen, weil das Land sich von Gott entfernt und der Hurerei nachgeht. Ja, natürlich, dass ist schon ein guter Grund. Was könnte es für einen besseren Grund geben eine Hure zu heiraten, wenn nicht diesen.

Und der gute Prophet Hosea tut natürlich wie ihm gesagt wurde. Er nimmt eine Hure zu Frau, wie es Gottes Wille war und zeugt mir ihr einen Sohn, einen Hurenkind um Gottes Worte zu verwenden. Und dann liegt Blutschuld auf dem armen Kind, dass ausdrücklich auf Gottes Befehl hin gezeugt wurde.


Und sie ward abermals schwanger und gebar eine Tochter. Und er sprach zu ihm: Nenne sie Lo-Ruhama; denn ich will mich nicht mehr über das Haus Israel erbarmen, sondern ich will sie wegwerfen.

- Lutherbibel 1984, Hosea, Kapitel 1, Vers 6


Und wieder zeugt der Prophet ein Kind mit der Hure, die Gott für ihn ausersehen hat und wieder bestimmt Gott den Namen des Kindes. Und einen netten Namen hat er für das Kind, einen Namen der aussagt, dass er das Haus Israel, dem sowohl das Kind wie auch die Mutter angehört, wegwerfen will.


Und als sie Lo-Ruhama entwöhnt hatte, ward sie wieder schwanger und gebar einen Sohn. Und er sprach: Nenne ihn Lo-Ammi; denn ihr seid nicht mein Volk, so will ich auch nicht der Eure sein.

- Lutherbibel 1984, Hosea, Kapitel 1, Vers 8-9


Und wieder ein Kind, nach Gottes Wille zeugte Hosea mit der Hure also eine Menge Hurenkinder. Den Namen wählt natürlich wieder Gott aus, ein Name der betont dass Gott sich vom Volke abgewandt hat. Ja, Gott ist wahrlich groß.

In seinem Namen werden Kinder in die Welt gesetzt, die Gott zu einem Mahnmal der Hurerei macht und deren Namen er für seine finsteren Drohungen und Propagandazwecke einsetzt. Und es kommt wie es kommen muss:


Gottes Treue überwindet Israels Untreue


Fordert von eurer Mutter - sie ist ja nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann! -, daß sie die Zeichen ihrer Hurerei von ihrem Angesichte wegtue und die Zeichen ihrer Ehebrecherei zwischen ihren Brüsten, damit ich sie nicht nackt ausziehe und hinstelle, wie sie war, als sie geboren wurde, und ich sie nicht mache wie eine Wüste und wie ein dürres Land und sie nicht vor Durst sterben lasse! Und ich will mich ihrer Kinder nicht erbarmen, denn sie sind Hurenkinder.


- Lutherbibel 1984, Hosea, Kapitel 2, Vers 4-6


Also, um das jetzt mal insgesamt zu interpretieren: Gott befiehlt seinem Propheten eine Hure zu heiraten, mit ihr Hurenkinder in Welt zu setzen und bestimmt wie sie heißen sollen. Später dann nimmt er sich diese Kinder vor und fordert von ihnen sie sollen zu ihrer Mutter gehen und sie von der Hurerei abbringen, mit den typischen Drohungen natürlich.

Zum Ersten hätte er das auch einfacher haben können, Hosea hätte der Hure das sagen können, dann hätte er nicht eine Generation auf das Verkünden der Nachricht warten müssen. Aber vielleicht dachte er ja dass die Hure eher auf die eigenen Kinder hört.

Dann aber, während Gott mit dem Kind der Hure spricht, betont er dass er sich der Kinder der Hure nicht erbarmen wird, weil es Hurenkinder sind. Was stimmt nicht mit diesem Gott? Wo liegt eigentlich sein Problem? Die Kinder wurden in seinem Namen, nach seinem Willen gezeugt, damit er Werkzeuge der Verkündung hat. Und trotzdem wird er sich ihrer nicht erbarmen, weil es ja verdammte Hurenkinder sind?


Und die Moral von der Geschicht,
ich glaube Gott war mächtig dicht.


current mood

15.10.07 18:35


Ekros Bibelstunde Nr. 37


Israel, das Totenfeld, wird durch Gottes Odem lebendig

Und ich weissagte, wie mir befohlen war. Und siehe, da rauschte es, als ich weissagte, und siehe, es regte sich, und die Gebeine rückten zusammen, Gebein zu Gebein. Und ich sah, und siehe, es wuchsen Sehnen und Fleisch darauf, und sie wurden mit Haut überzogen; es war aber noch kein Odem in ihnen. Und er sprach zu mir: Weissage zum Odem; weissage, du Menschenkind, und sprich zum Odem: So spricht Gott der HERR: Odem, komm herzu von den vier Winden und blase diese Getöteten an, daß sie wieder lebendig werden! Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.


- Lutherbibel 1984, Hesekiel, Kapitel 37, Vers 7-10


Das ist je der absolute Horrorschocker. Stück für Stück setzen sich die Knochen zusammen, es wachsen Sehen und Fleisch und dann wird das Ganze mit Haut überzogen? Ein Zombiefilm nach meinem Geschmack. Dann fehlt nur noch ein kleiner Zauberspruch wie „Odem, Odem komm heraus“ und die zusammengesetzten Leichen stehen auf und werden lebendig, ein ganzes Heer von ihnen. Danach fallen sie wahrscheinlich über eine idyllische, amerikanische Kleinstadt her...


Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren, und es ist aus mit uns. Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will eure Gräber auftun und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf und bringe euch ins Land Israels. Und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole. Und ich will meinen Odem in euch geben, daß ihr wieder leben sollt, und will euch in euer Land setzen, und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin. Ich rede es und tue es auch, spricht der HERR.

- Lutherbibel 1984, Hesekiel, Kapitel 37, Vers 11-14


Ah, verstehe. Dem Gott des Zorns wurde wahrscheinlich langweilig, ohne sein Lieblingsvolk quälen zu können. Wem soll er denn drohen, an wem seine Willkür ausleben? Wen soll er quälen und mit Feuer verzehren? Wer sollte sonst seine geliebten Völkermorde durchführen? Und wessen Häuser kann er verfluchen auf dass sie voller Eulen sein werden?

Gott braucht einfach ein Volk an dem er seine grenzenlose Wut ausleben kann und jetzt hat er ja seine gigantische Zombiearmee, die ganz sicher sein kann, dass er den Herr ist.

Allerdings dachte ich immer das Tote erwecken unter den Bereich der Magie fällt, die doch eigentlich strengstens und in jeder Form verboten ist. Scheinbar ist Nekromantie als erlaubt, zumindest wenn sie in Gottes Namen geschieht. Meine nächsten Totenbeschwörungen werde ich also ganz offiziell im Namen Gottes veranstalten.


Und die Moral von der Geschicht,
mein Gehirn bekommt ihr nicht.


current mood

11.10.07 18:47


 [eine Seite weiter]




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung